Berliner Straße 108 in Gütersloh: Wohn- und Geschäftshaus wird saniert Zwei Etagen kommen drauf

Gütersloh (WB/cabo). Das marode Wohn- und Geschäftshaus an der Berliner Straße 108 bis 112 wird derzeit zu großen Teilen abgebrochen. Wie Michael Goersmeier als Inhaber des beauftragten Unternehmens aus Stromberg (Kreis Warendorf) am Mittwoch auf Anfrage berichtete, bleiben lediglich die tragende Stahlkonstruktion sowie die vordere Fassade erhalten.

Blick auf die Baustelle in Nachbarschaft zum Hotel Holiday Inn Express (links): Seit 14 Tagen wird an der Berliner Straße 108 bis 112 in Gütersloh entkernt.
Blick auf die Baustelle in Nachbarschaft zum Hotel Holiday Inn Express (links): Seit 14 Tagen wird an der Berliner Straße 108 bis 112 in Gütersloh entkernt. Foto: Carsten Borgmeier

Auch der im hinteren Bereich des 1983 errichteten Gebäudes befindliche Treppenturm werde entfernt, so der 49-Jährige. Ein Flachdach-Anbau im Erdgeschoss, wo zuletzt ein Teppichgeschäft untergebracht war, sei schon weg.

»Die Abbrucharbeiten sind bislang völlig problemlos verlaufen«, so der 49-Jährige, sie könnten in zwei oder drei Wochen abgeschlossen werden. Nach Angaben Goersmeiers sei vorgesehen, auf das Gebäude zwei weitere Stockwerke draufzusetzen.

Mitte 2016 hatte der Rheda-Wiedenbrücker Investor Stefan Schlebrügge (52, EEP GmbH) die Immobilie von dem Fleischwaren-Unternehmer Siegfried Damisch (Bielefeld) erworben. Gleichzeitig kaufte der 52-Jährige auch das Nachbargebäude an der Berliner Straße 114. Damit war Schlebrügge in den Besitz beider Wohn- und Geschäftshäuser einer alteingesessenen Gütersloher Familie gekommen: Während die Immobilie mit der Hausnummer 114 im Jahre 1932 von Wilhelm Eickholt errichtet worden war, traten dessen Söhne Klaus (84) und Heinrich Wilhelm (89) 1983 als Bauherren des angrenzenden Objekts mit den Hausnummern 108 bis 112 auf. Die Erdgeschosse nutzten sie bis Mitte 1990 für ihre Teppich- und Gardinengeschäfte.

Dem Vernehmen nach sollen im Erdgeschoss und oberen Etagen Büros eingerichtet werden. Auch Wohnungen seien vorgesehen. Das Hotel soll angepachtete Parkplätze nicht mehr nutzen können.

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