Rietberger Firma Drücker erhält den »Zukunftspreis Handwerk OWL« Ganz vorn in Sachen Digitalisierung

Rietberg (WB). Große Freude in der Fachwerkstatt Drücker in Rietberg. Die Stiftung »Zukunftspreis Handwerk OWL« hat die Preisvergabe unter das Motto Digitalisierung gestellt und den Preis in vier Kategorien vergeben. In einer davon, jener unter dem Obergriff »Digitale Geschäftsmodelle« heißt der Sieger Erasmus Drücker.

Von Petra Blöß
Die Firma Drücker hat hohen Besuch (von links): Wolfgang Borgert (stv. Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer OWL), Lena Strothmann (Präsidentin Handwerkskammer), Dr. Jens Prager (Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer), Firmenchef Erasmus Drücker, Jens-Uwe Pape (stellvertretender Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft Gütersloh), Birgit Kostner (Firma Drücker), Bürgermeister Andreas Sunder und Philipp Fischer (Gebietsleiter Signal Iduna) auf dem Gelände des Rietberger Unternehmens.
Die Firma Drücker hat hohen Besuch (von links): Wolfgang Borgert (stv. Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer OWL), Lena Strothmann (Präsidentin Handwerkskammer), Dr. Jens Prager (Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer), Firmenchef Erasmus Drücker, Jens-Uwe Pape (stellvertretender Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft Gütersloh), Birgit Kostner (Firma Drücker), Bürgermeister Andreas Sunder und Philipp Fischer (Gebietsleiter Signal Iduna) auf dem Gelände des Rietberger Unternehmens. Foto: Petra Blöß

Der Fachbetrieb für Baudenkmalpflege besteht seit gut 25 Jahren und ist mit seinen mehr als 40 Mitarbeitern in mehreren Gewerken tätig, der Ursprung liegt in der Fachwerkrestaurierung. Zur großen Erfahrung gesellt sich nun auch die Verwendung von sogenannten 3D-Aufmaßen, und genau da setzt der Preis der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld an.

Verliehen wird die Auszeichnung an Erasmus Drücker und die weiteren drei Kategoriensieger im Rahmen einer Festveranstaltung in der Sky-Lobby des Theaters Gütersloh durch NRW-Wirtschaftsminister Professor Andreas Pinkwart.

Digitale Messverfahren ermöglichen exakte Datenerfassung

Am Mittwoch überzeugten sich Repräsentanten der Handwerkskammer vor Ort an der Böckerstraße im Rietberger Industriegebiet Konrad-Adenauer-Straße vom Betrieb, der Arbeitsweise und dem Know-How in Sachen neue Technik, für die im Unternehmen Birgit Kostner in der Betreuung verantwortlich zeichnet.

Kammerpräsidentin Lena Strothmann, Hauptgeschäftsführer Dr. Jens Prager, Stellvertreter Wolfgang Borgert sowie weitere Verbandsvertreter zeigten sich beeindruckt von dem Leistungsvermögen des Teams, das Objekte auch über die Grenzen Ostwestfalens hinaus saniert. Neu aufgenommen ins Geschäftsfeld wurde das 3D-Aufmaß inklusive Außenaufnahmen, die mittels eines Multikopters erfasst werden. Diese Sparte wird als Dienstleistung für Planer und Bauherren angeboten. Drücker: »Gerade beim Umbau von historischen Fachwerkhäusern ermöglichen diese digitalen Messverfahren eine exakte Datenerfassung, die die Bewohnbarmachung oder die Modernisierung des Innenraumes vereinfachen.«

Nominiert waren 29 Unternehmen

Die mit Laserscanning erfassten Räume können am Computer in 3D visualisiert werden. »Damit erhalten die Auftraggeber auf unkomplizierte Weise eine Entscheidungsgrundlage für die Verwirklichung ihrer Wünsche nach modernem Wohnen und Arbeiten in historischen Räumen.«

Wichtig seien aber nicht nur die Kundeninformationen sondern auch die regelmäßigen Mitarbeiterschulungen, damit die innovative Technik im Unternehmen eingesetzt und am Markt platziert werden könne. »3D-Aufmaß und bewährte Bauverfahren ergänzen sich wunderbar«, erklärte Drücker anhand einer praktischen Demonstration der technischen Möglichkeiten den Gästen. Kammerpräsidentin Lena Strothmann zeigte sich beeindruckt: »Tradition und Moderne passen wirklich gut zusammen.« Für den Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dr. Jens Prager stand fest: »Die Fachwerkstatt Drücker zeigt, wie zukunftsweisende digitale Entwicklung der Baudenkmalpflege zugute kommt.«

Der Zukunftspreis wird jährlich vergeben. Nominiert für die ak­tuelle Auflage waren 29 Unternehmen. Der Preis für Digitalisierung der Produktion geht an Schürmann & Weber in Marienfeld; in Sachen Digitalisierung der Produkte hat die Heinz Schwarz GmbH in Preußisch Oldendorf die Nase vorn. Gewinner in der Kategorie Digitalisierung im Bereich der Kundenkommunikation ist die Paul Arens GmbH aus Delbrück.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.