Orkantief wütet in Gütersloh – Eine Frau wird von einem umstürzenden Baum verletzt »Friederike« fegt Dach der Polizei weg

Gütersloh (WB). Orkantief »Friederike« hat die Stadt Gütersloh mit voller Wucht getroffen. Eine Frau ist schwer verletzt worden. Der Sturm hat ein Teil des Daches der Kreispolizeibehörde einfach weggefegt.

Von Wolfgang Wotke
Die Kreispolizeibehörde wird vom Orkan hart getroffen. Der Sturm hat das Dach des Hauptgebäudes fast bis zum nahegelegenen Straßenverkehrsamt gewirbelt. Auch die Werkstatt für Polizeifahrzeuge hat kein Dach mehr. Die Herzebrocker Straße ist über Stunden gesperrt.
Die Kreispolizeibehörde wird vom Orkan hart getroffen. Der Sturm hat das Dach des Hauptgebäudes fast bis zum nahegelegenen Straßenverkehrsamt gewirbelt. Auch die Werkstatt für Polizeifahrzeuge hat kein Dach mehr. Die Herzebrocker Straße ist über Stunden gesperrt.

Der starke Wind mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern hat für zahlreiche Schäden gesorgt: umgekippte Bäume, lose Dachpfannen und Schornstein-Verkleidungen flogen durch die Luft, umgestürzte Gerüste und umherfliegende Blechteile gefährdeten die Fußgänger.

Das riesige Baugerüst für den Neubau der Feuerwache auf dem Marktplatz brach unter dem Druck der Orkanböen in sich zusammen. Eine Frau ist in Friedrichsdorf von einem umgestürzten Baum getroffen worden. Sie musste schwer verletzt ins Krankenhaus. »Es gab noch einige leicht verletzte Personen«, sagte Polizeisprecherin Corinna Koptik. Ihre Kollegen und die Feuerwehr seien im Dauereinsatz gewesen. »Früh- und Nachschicht haben perfekt zusammengearbeitet.« Bis 15.30 Uhr habe man 175 Polizeieinsätze gezählt.

Erinnerungen an »Kyrill«

Hart getroffen wurde die Kreispolizeibehörde. Vom Hauptgebäude hat der Orkan kurz nach Mittag einen großen Teil des Daches abgedeckt und fast bis zum nahegelegenen Straßenverkehrsamt geweht. Auch die angrenzende Werkstatt hatte einiges abbekommen: das Dach wurde komplett abgedeckt. Erinnerungen an den Jahrhundertsturm »Kyrill« vor exakt elf Jahren wurden wach, denn auch damals, am 18. Januar 2007, wurde das Welldach der Polizeiwache wie Papier weggewirbelt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 150.000 Euro. Corinna Koptik: »Zurzeit sichern Dachdecker unser Gebäude. Die genauen Schäden stehen wohl erst später fest.« Die Herzebrocker Straße wurde für mehrere Stunden voll gesperrt, der Verkehr umgeleitet.

Die Feuerwehr der Stadt war ebenfalls am Donnerstag im Minutentakt unterwegs: »Es gab 146 Einsätze bis um 15.45 Uhr. Dabei sind drei Feuerwehrleute durch umherfliegende Gegenstände leicht verletzt worden«, erklärte Kreis-Pressesprecherin Lena Bökenhans. Etliche Bäume seien wie Streichhölzer umgeknickt und auf Straßen, Wege oder in Gärten gestürzt. »Über das Ausmaß der Gesamtschäden können wir aktuell noch keine Bilanz ziehen.« Die Feuerwehr hatte sich mit entsprechender Personalstärke auf den Sturm vorbereitet. Die Deutsche Bahn hatte den Verkehr eingestellt. Auch am Hauptbahnhof Gütersloh ging über Stunden nichts mehr. Manche Reisende wichen auf Busse aus.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.