Marc Heilenkötter zelebriert erste Weihnachtsgottesdienste in St. Lucia Premiere an Heiligabend

Harsewinkel (WB). An Heiligabend werden die Harsewinkeler wieder in die Kirchen strömen und dieses Mal wohl gespannter sein als sonst. Marc Heilenkötter wird erstmals Weihnachtsgottesdienste in der Pfarrei St. Lucia zelebrieren.

Von Hendrik Christ
Marc Heilenkötter leitet erstmals weihnachtliche Gottesdienste in der Pfarrei St. Lucia. Nach zwei Monaten hat sich der neue leitende Pfarrer (41) gut eingelebt.
Marc Heilenkötter leitet erstmals weihnachtliche Gottesdienste in der Pfarrei St. Lucia. Nach zwei Monaten hat sich der neue leitende Pfarrer (41) gut eingelebt. Foto: Hendrik Christ

Am 14. Oktober wurde Heilenkötter eingeführt. Nachdem die erste Welle des Willkommens abgeebbt ist, spricht der 41-Jährige von vielen aufschlussreichen Eindrücken: »Ich spüre Neugier bei den Leuten und bei mir selbst natürlich auch. Viele Menschen begegnen mir mit einer großen ­Offenheit und Wohlwollen.«

Zur zentralen Aufgabe des Pfarrers gehört die Spende der Sakramente: Eucharistiefeiern, Krankensalbung, Taufe, Eheschließungen und andere. Dabei lernte Marc Heilenkötter viele Menschen aus Harsewinkel, Greffen und Marienfeld kennen. »Gerade die beiden kleineren Orte bilden gut vernetzte Gemeinschaften. Harsewinkel ist ja ein Städtchen und auch so geprägt«, beschreibt er.

»Der Kirchenbesuch gehört für viele Menschen zum Festablauf dazu«

Für die Weihnachtstage erwartet Marc Heilenkötter volle Gotteshäuser. So kennt er es jedenfalls aus seinen früheren Gemeinden – in Harsewinkel werde es nicht anders sein. »Das ist ja auch legitim. Der Kirchenbesuch gehört für viele Menschen zum Festablauf dazu.

Die Kinder kommen nach Hause und die Familie geht zum Gottesdienst, ehe es zu Hause ein Festessen und die Bescherung gibt«, meint Heilenkötter. Er selbst wird Heiligabend den Festgottesdienst in der Pauluskirche feiern (19 Uhr) und später die Christmette in der Kirche St. Lucia (22 Uhr). »Das wird eine neue Rolle sein für mich. Ich bin schon sehr gespannt«, sagt Heilenkötter. Die Feier der Geburt von Jesus Christus sei natürlich etwas ganz Besonderes, das Weihnachtsevangelium nach Lukas sei wohl den allermeisten bekannt, sagt er.

Am Dienstag haben bereits Senioren aus der Gemeinde die große Krippe in der St.-Lucia-Kirche aufgebaut und die Messdiener kümmerten sich um die Beleuchtung der Weihnachtsbäume. In den Gottesdiensten wird Marc Heilenkötter wahrscheinlich neue Gesichter sehen – viele junge Menschen gehen heutzutage nicht mehr regelmäßig in die Kirche. »Wir sollten das aber nicht nur kritisieren und damit noch abschreckend sein«, lautet die Einschätzung des Pfarrers. »Vielmehr sollten wir uns doch freuen, dass die Leute an Weihnachten überhaupt noch zu uns kommen.«

Pfarrer wünscht sich ein Paar Handschuhe

Heilenkötter selbst wird am ersten Weihnachtstag in die Heimat fahren und seine Eltern in Buldern besuchen. Von ihnen habe er sich ein Paar Handschuhe gewünscht, verrät er: »Wir verbringen einfach eine schöne und entspannte Zeit miteinander.« Am zweiten Weihnachtstag muss Heilenkötter wieder in Harsewinkel sein. »Das ist ja auch ein Vorteil einer fusionierten Gemeinde«, sagt der 41-Jährige. »Wir Priester können uns untereinander gut absprechen und jeder Priester hat dazu noch seine eigene Handschrift bei den Gottesdiensten.«

Nach Weihnachten kommt viel inhaltliche Arbeit auf Heilenkötter und die Gremien der Gemeinde zu. Nach der Wahl des neuen ­Pfarreirats muss der lokale Pastoralplan mit Leben gefüllt werden. Die Kernfrage lautet dabei: Wie kann man heute Kirche sein? Heilenkötter benennt zwei Punkte: caritatives Handeln und Angebote für junge Erwachsene. »Wir ­müssen an die Leute denken, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen und feststellen, wo die Not ist«, betont Heilenkötter. »Und es ist wichtig, dass wir Gespräche mit den Leuten führen. Wenn wir Angebote für sie ­schaffen wollen, müssen wir wissen, was die Menschen wollen.«

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