Friedrichsdorfer Eheleute Ellen und Michael Boeck lieben ihre fantastische Lichterwelt Ein Schneemann strahlt im Garten

Gütersloh (WB). Wenn der Hausherr zu Beginn der Adventszeit seine Lichterketten auspackt, heißt es in der Nachbarschaft scherzhaft: »Fahrt das Atomkraftwerk hoch, Michael baut seine Weihnachtsbeleuchtung auf.« Doch der 50-Jährige und seine Ehefrau lieben nun einmal diesen Lichterglanz.

Von Carsten Borgmeier
Die Front ihres Heims am Rembrandtweg ist dieses Mal noch vergleichsweise zurückhaltend illuminiert: Ellen (52) und Michael Boeck (50) lieben fantastischen Lichterglanz zur Weihnachtszeit. Die wahre Pracht offenbart sich im Garten.
Die Front ihres Heims am Rembrandtweg ist dieses Mal noch vergleichsweise zurückhaltend illuminiert: Ellen (52) und Michael Boeck (50) lieben fantastischen Lichterglanz zur Weihnachtszeit. Die wahre Pracht offenbart sich im Garten. Foto: Carsten Borgmeier

Wer jetzt abends in der Dunkelheit von Verl aus über die Bielefelder Straße nach Friedrichsdorf hineinfährt, dem fällt sofort das Eigenheim von Ellen (52) und Michael Boeck (50) auf: Das mit schätzungsweise 30.000 Lämpchen weihnachtlich illuminierte Haus am Rembrandtweg ist eine fantastische Traumwelt für sich.

Zwei Säulen an der Hausfront sind kunstvoll beleuchtet, vom Giebel herab strahlen Weihnachtssterne: Verglichen mit der Lichterpracht, die sich dem Betrachter im Garten offenbart, ist die Vorderseite des Anwesens vergleichsweise dezent von Michael Boeck in Szene gesetzt worden. Zum Erlebnis wird ein Gang in den Wintergarten: Von dort aus lassen sich eine Vielzahl an Lichtbildern entdecken, die zu staunenden Blicken führen.

»Hauptbild« der jüngsten, weihnachtlichen Licht-Show in Boecks Garten ist ein Zirkuszelt aus vielen Hundert Lämpchen. »Ich habe einfach zwei alte Fahnenmasten übereinandergebaut, von wo aus die Lichterketten sternförmig hinunter zum Rasen laufen«, erläutert der aus Hamburg stammende Hobby-Tüftler und Vertriebsleiter einer Regensburger Feinkostfirma. In der »Manege« dreht sich eine Laser-Kugel, die mit roten und grünen Strahlen das gesamte Grundstück inklusive Gartenpool zum Leben erweckt.

Seit jetzt 18 Jahren leben die Eheleute am Rembrandtweg in Gütersloh-Friedrichsdorf. Von Beginn an habe eine Weihnachtsbeleuchtung für sie dazugehört, berichtet Ellen Boeck, eine gelernte Industriekauffrau. »Wir sind klein angefangen«, berichtet der Ehemann, also hier und da ein paar Lichterketten. Doch seitdem sich der gemeinsame Sohn Tobias (13) auch daran erfreue, fahren die Boecks von Jahr zu Jahr nicht unbedingt größer, aber ideenreicher auf.

Drei Monate vor Weihnachten beginnt Michael Boeck im Internet mit der Recherche nach neuen Trends, die meistens aus den USA oder aus China kommen, berichtet der 50-Jährige. Inzwischen dauert der Aufbau gut und gerne drei Wochen. »Unser Sohn hilft natürlich und kann es kaum erwarten, den Schalter dann umzulegen«, berichtet die aus Niedersachsen stammende Mutter.

Da die Boecks mit ihren immer umfangreicheren Illuminationen auch schon den einen oder anderen Kurzschluss im Haus herbeiführten, haben sie im Garten vier eigene Stromkreise angelegt. Auch die amerikanischen 110-Volt-Stecker einiger Lichterketten stellen kein Problem mehr dar.

Wenngleich ein steigender Stromverbrauch durch die Weihnachtsbeleuchtung nicht zu vermeiden sei, achten die Boecks auf den Umweltschutz: Zwei Drittel der genutzen Birnen bestehen ihren Angaben nach aus energiesparender LED-Technik.

Nachbarn, die anfangs frotzelten, hätten jetzt bereits selbst in geringerem Umfang eine Weihnachtsbeleuchtung installiert, berichten Ellen und Michael Boeck. Zum alljährlichen Lichterfest begrüßen sie inzwischen mehr als 50 Gäste in ihrem Garten.

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