Gütersloh: Mediationsgespräche mit der Stadt sollen nicht gestört werden Parkbad sagt Silvesterparty ab

Gütersloh (WB). Die Silvesterfeier im Parkbad fällt aus. Pächter Franz-Josef Füchtenschnieder will mit der zunächst angekündigten Party nicht die derzeit mit der Stadt geführten Gespräche über die Zukunft seines Pachtvertrages stören.

Von Stephan Rechlin
Franz-Josef Füchtenschnieder möchte gerne Pächter im Parkbad bleiben – allerdings nicht zu jedem Preis. Mit der Stadt verhandelt er derzeit um eine finanzielle Entlastung.
Franz-Josef Füchtenschnieder möchte gerne Pächter im Parkbad bleiben – allerdings nicht zu jedem Preis. Mit der Stadt verhandelt er derzeit um eine finanzielle Entlastung. Foto: Carsten Borgmeier

Füchtenschnieder: »Wenn die Party toll wird, wird niemand das Parkbad um 22 Uhr verlassen. Das aber verlangt die Stadt.« Die Lärmschutzauflagen setzen dem Parkbad-Pächter mächtig zu; sie vereiteln Umsätze, die er dringend benötigt, um regnerische Sommertage ausgleichen zu können. Auf Initiative der Ratsfraktionen sind deshalb Mediationsverhandlungen zwischen Pächter und Stadt aufgenommen worden.

Keine Ausweitung der Öffnungszeiten

Darin sind Verwaltung und Füchtenschnieder bisher übereingekommen, nach Modalitäten für den wirtschaftlichen Weiterbetrieb des Bades zu suchen. Eine Ausweitung der Öffnungszeiten, von Füchtenschnieder mehrfach gefordert, scheidet jedoch aus.

Die Rechtslage erlaube das nicht. Das sei Füchtenschnieder schon vor zweieinhalb Jahren beim Abschluss des Pachtvertrages bekannt gewesen. Die Zahl der Außenveranstaltungen sei ebenfalls limitiert. Die Verwaltung soll stattdessen eine finanzielle Entlastung prüfen. Der bis einschließlich 2021 laufende Pachtvertrag sieht eine Monatspacht von 3000 Euro vor. Diesen Betrag zu senken, sei eine Möglichkeit, riskiere aber die Klage anderer Bewerber, die 2015 abgewiesen worden sind. Eine andere Möglichkeit wäre es, Nebenkosten zu übernehmen - einen Teil der Heizkosten etwa, die Grünpflege oder Müllgebühren. Die Gespräche darüber werden im Januar fortgesetzt.

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