IHK-Umfrage: Standort-Zufriedenheit in Rheda-Wiedenbrück sehr ausgeprägt Firmen stellen gutes Zeugnis aus

Rheda-Wiedenbrück (WB). Fast 90 Prozent der befragten Unternehmer würden sich wieder in Rheda-Wiedenbrück ansiedeln, 85 Prozent den Standort sogar weiterempfehlen: Dies sind zwei Ergebnisse aus der jüngsten Umfrage von IHK, Unternehmerverband und Stadt.

Von Carsten Borgmeier
Präsentieren die Ergebnisse: Burkhard Marcinkowski (Unternehmerverband), IHK-Geschäftsführer Dr. Christoph von der Heiden, Bürgermeister Theo Mettenborg (CDU), Wirtschaftsförderin Nikola Weber, Arne Potthoff (IHK) und Dezernent Dr. Georg Robra (von links).
Präsentieren die Ergebnisse: Burkhard Marcinkowski (Unternehmerverband), IHK-Geschäftsführer Dr. Christoph von der Heiden, Bürgermeister Theo Mettenborg (CDU), Wirtschaftsförderin Nikola Weber, Arne Potthoff (IHK) und Dezernent Dr. Georg Robra (von links). Foto: Carsten Borgmeier

Erstmals seit 2003 waren im Juli kreisweit fast 7700 Betriebe angeschrieben und nach 50 standortrelevanten Faktoren wie beispielsweise Infrastruktur, Steuern, Fachkräfte- und Ausbildungssituation sowie Zusammenarbeit mit der Kommune befragt worden.

In Rheda-Wiedenbrück hatten knapp 1200 Unternehmen den Fragenkatalog erhalten, davon beteiligten sich 174 Betriebe (14 Prozent). Die Ergebnisse dieser Standort-Analyse stellten am Mittwoch IHK-Geschäftsführer Dr. Christoph von der Heiden, sein Referatsleiter Arne Potthoff, Bürgermeister Theo Mettenborg (CDU), Burkhard Marcinkowski (Unternehmerverband), Dezernent Dr. Georg Robra und Rheda-Wiedenbrücks Wirtschaftsförderin Nikola Weber vor.

Mit der Erreichbarkeit über die Straße (Autobahn 2) und der damit zusammenhängenden Nähe zu Kunden und Zulieferern sind die Unternehmer in der Doppelstadt demnach hoch zufrieden. Auch für das Standort-Image, die Umweltqualität sowie Sport- und Freizeitmöglichkeiten wurden der Kommune gute Noten gegeben. Auf einer bis zehn für maximale Zufriedenheit reichenden Skala kam Rheda-Wiedenbrück auf den Wert 7,4, leicht über dem kreisweiten Durchschnitt von 7,2.

Bei der Umfrage ging es neben Zufriedenheit auch darum, was die Arbeitgeber für das Fortbestehen ihres Unternehmen als wichtig erachten: Auf Platz eins landete dabei der Wunsch nach einem leistungsfähigen Internet, nach verfügbaren Fachkräften und einer ausreichenden Anzahl vor Fach- und Allgemeinärzten vor Ort. Doch bei diesen Punkten schnitt Rheda-Wiedenbrück nicht besonders gut ab. Demnach gibt es zu wenige Ärzte in der Stadt, die sich um die Beschäftigten kümmerten. Es sei ferner schwierig, an geeignete Fachkräfte zu kommen und die Ausbildungsreife von Jugendlichen lasse auch oftmals zu wünschen übrig, trug Dr. von der Heiden vor.

Dass allerdings ein Großteil der befragten Unternehmen den Standort erneut wählen und ihn weiterempfehlen würden, wertete Burkhard Marcinkowski als Geschäftsführer des Unternehmerverbandes im Kreis Gütersloh als »exzellentes Ergebnis«. Zudem wollten sich mehr als 41 Prozent in den nächsten fünf Jahren vergrößern, »das ist eine gute Nachricht und eine große Chance für diese Stadt.«

Bürgermeister Theo Mettenborg hat eigenen Angaben nach die Umfrage begrüßt, er wolle sich mit Wirtschaftsförderin Nikola Weber den Ergebnissen stellen. Den Ausbau mit Breitband-Internet will Mettenborg vorantreiben, es handele sich da aber um einen »durchregulierten Markt«, bei dem eine Kommune an die Grenzen des Machbaren stoße. Ebenso sehe es beim Ärztemangel aus. Der Fachkräftemangel habe demografische Ursachen, aber auch der starke Strom junger Menschen zur Hochschule wirke sich aus. Mettenborg wünscht sich daher, dass qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland zuwandern dürfen.

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