Fahrradclub ADFC feiert Jubiläum im Gütersloher Wapelbad 25 Jahre lang das Klima geschont

Kreis Gütersloh (WB). Ehrensache: Zum 25. Geburtstag des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), Kreisverband Gütersloh, kommt man natürlich auf dem Drahtesel ins Wapelbad. So wie die 20 Harsewinkeler, die dafür 16 Kilometer hin-, und nach dem Fest wieder zurückgeradelt sind.

Von Hannah Bollmann
Steigert den Wiedererkennungswert eines Fahrrades und somit die Sicherheit: Hubert Kniesburges graviert einen Code ein.
Steigert den Wiedererkennungswert eines Fahrrades und somit die Sicherheit: Hubert Kniesburges graviert einen Code ein. Foto: Hannah Bollmann

Um die Anreise mit dem Fahrrad besonders angenehm zu gestalten, hatte der ADFC geführte Touren von verschiedenen Punkten im gesamten Kreisgebiet aus angeboten. Vor Ort erwartete die Gäste dann neben Kaffee, Kuchen, Pizza und Bratwurst auch italienische Livemusik. Es wurde geredet, gegessen und gelacht.

Infrastruktur ist verbesserungswürdig

Am Infostand des ADFC hatten Mitglieder außerdem die Möglichkeit, ihre Fahrräder kostenlos codieren zu lassen. »Der Code enthält Kürzel für Land, Kreis, Gemeinde, Straße, Hausnummer und Initialen des Besitzers«, erklärt Hubert Kniesburges, Betriebsleiter bei Pro Arbeit, der die Codes eingravierte. »So kann das Fahrrad überall in der Welt erkannt werden.« Für alle Interessierten wurde Informationsmaterial rund um das Thema Fahrrad in verschiedenen Sprachen angeboten.

Daniel Neuhaus (links) und Thomas Karrasch zeigen eine Karte , auf der Fahrradunfälle in Gütersloh im Jahr 2106 verzeichnet sind. Foto: Hannah Bollmann

Neben der Planung und Durchführung von Radtouren durch den Kreis und dem Verbraucher-Service zähle Verkehrspolitik zu den Tätigkeitsschwerpunkten des ADFC, erläutert Daniel Neuhaus, Schatzmeister im Vorstand des Kreisverbandes Gütersloh. »Viele wollen etwas bewegen, um das Fahrradfahren im Kreis attraktiver zu gestalten, denn gerade in Gütersloh ist die Infrastruktur verbesserungswürdig. Wenn wir als Verein auftreten, werden wir gehört.«

Fahrradwege sind nicht immer sicher

Besonders wichtig sei es, dass Autofahrer ein Bewusstsein für Radfahrer entwickeln. Außerdem müsse das Grundkonzept von Fahrradwegen neu überdacht werden. »Im Moment sind Fahrradfahrer innerorts auf den Straßen oft sicherer als auf den Radwegen. Auf der Straße werden sie nicht so leicht übersehen«, erklärt Neuhaus. Der ADFC wolle die Situation für Radfahrer verbessern, auch aus Gründen des Klimaschutzes. »Das ist eine Chance, die die Kommune nutzen kann«, meint Neuhaus.

Das Konzept scheint Anklang zu finden: Immer mehr Menschen werden Mitglied im ADFC, sagt Neuhaus. Der Kreisverband Gütersloh zähle 750 direkte und indirekte Mitglieder, deutschlandweit gehörten 155 000 Menschen dem Fahrradklub an. »Im ADFC trifft man auf Gleichgesinnte, kann sich austauschen und fachsimpeln«, meint Heribert Dudler, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands. »Und es tut gut, etwas bewirken zu können.«

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