Violinen-Virtuose Mani Neumann und Rocklegende Miller Anderson begeistern »Der David Garrett für Veganer«

Gütersloh (WB). Als Bluesrock-Legende Miller Anderson seine Fendergitarre krachen lässt, ist der alte Mann – weißer Vollbart, spärliches Haupthaar – nicht mehr zu bremsen: Fast ohne Pause tänzelt der topfitte Oldie, geschätzte 70 und vielleicht schon Bewohner eines Seniorenheims, vor der Bühne.

Von Uwe Caspar
Voller Einsatz auf der Dreiecksplatz-Bühne: Violinen-Virtuose und Farfarello-Bandchef Mani Neumann muss sich hinter einem David Garrett sicherlich nicht verstecken.
Voller Einsatz auf der Dreiecksplatz-Bühne: Violinen-Virtuose und Farfarello-Bandchef Mani Neumann muss sich hinter einem David Garrett sicherlich nicht verstecken. Foto: Uwe Caspar

Sicherlich gehört der Verehrer von Anderson der 68er-Generation an, die auch der Saiten-Zauberer musikalisch mitprägte. Ein Hauch von Woodstock weht am Donnerstag über den proppenvollen Dreiecksplatz. Rund 3000 Leute sind am vierten Veranstaltungstag der Woche der kleinen Künste erschienen – bis dahin der beste Besuch.

Das Publikum erlebt einen kontrastreichen Abend: Bevor Miller Anderson im Holzfäller-Outfit sein Instrument kräftig bearbeitet und gegen Ende der Performance den Klassiker »The House of the Rising Sun« zelebriert, fegt der »Teufelsgeiger« und Farfarello-Bandchef Mani Neumann über die Bühne.

Der Violinen-Virtuose, begleitet von einem Streichertrio, legt eher behutsam los. »Das hat zwar nach Folklore geklungen, aber lasst euch nicht auf die falsche Fährte locken«, kündigt der Mann mit der Mähne danach rockigere Stücke an.

Die kommen dann auch, zwischendurch indes widmet der Protagonist eine sanfte Serenade speziell der weiblichen Zuhörerschaft. »Die Männer werden jetzt wohl oder übel den Platz verlassen müssen, ehe sie ihre Frauen später wieder in ihre Arme schließen dürfen. Damit ist der Gütersloher Opernball offiziell eröffnet«, sagt der grandiose Geiger grinsend.

Für Uli Twelker, der die ausrichtende Dreiecks-Kulturgemeinschaft unterstützt, ist Neumann der »David Garrett für Veganer«. Neumann schmunzelt über den scherzhaften Vergleich mit seinem populäreren Kollegen. Eines jedoch habe er Garrett voraus: »Ich komponiere viele Stücke selbst, während David nur covert.«

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Kommentare

Geht's noch?

Was soll der schwachsinnige Vergleich mit David Garrett? David kann niemand das Wasser reichen, erst recht nicht dieser uninformierte Fiedler.
David Garrett Spieler klassisch sagenhaft gut, covert, komponiert und arrangiert.

Furchtbar überheblich und arrogant dieser Typ, sich so über David zu erheben.

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