Politiker sehen keinen Bedarf mehr für Sonderregelung in Gütersloh Verzicht auf Brötchentaste

Gütersloh (WB). Die Stadt Gütersloh wird auf die Einführung der »Brötchentaste« im Innenstadtbereich verzichten und den derzeit laufenden Versuch in der Hohenzollernstraße beenden. Der Planungsausschuss folgte damit am Dienstagabend mehrheitlich dem Vorschlag der Stadtverwaltung.

Von Michael Delker
Rückblick: Kaufleute aus der Hohenzollernstraße haben sich im Jahr 2014 für die Brötchentaste eingesetzt (von links): Tanja Kathöfer, Markus Sander und Gabriele Hilgenstöhler.
Rückblick: Kaufleute aus der Hohenzollernstraße haben sich im Jahr 2014 für die Brötchentaste eingesetzt (von links): Tanja Kathöfer, Markus Sander und Gabriele Hilgenstöhler. Foto: Carsten Borgmeier

Sie möchte stattdessen auf die Festsetzung von Mindestparkgebühren verzichten (mit Ausnahme der Flächen mit einer Tagesparkgebühr von einem Euro), um kurzzeitiges Parken kostengünstig zu ermöglichen.

Um Meinungen abzufragen, hatte CDU-Ratsherr Detlev Kahmen im Vorfeld das Gespräch mit Anliegern der Hohenzollernstraße und des Dreiecksplatzes gesucht. »Sie waren weitgehend einverstanden, weil sich durch die Öffnung der Münsterstraße die Frequenz in diesen Bereichen erhöht hat«, sagte CDU-Fraktionschef Heiner Kollmeyer.

Außerdem sei festgestellt worden, dass die Brötchentaste den Zeitdruck erhöhe und dafür sorge, dass Besucher die Innenstadt wieder schneller verließen.

Gar nicht glücklich mit der Entscheidung war Norbert Morkes. Der BfGT-Fraktionschef erinnerte an einen Vertagungsbeschluss vom 27. September 2016. Demnach sollten Gespräche mit der Interessengemeinschaft Hohenzollern­straße, mit Anliegern des Dreiecksplatzes und der Münsterstraße geführt werden. Die Ergebnisse aus den verschiedenen Treffen sollten anschließend den Politikern vorgestellt werden. Laut Morkes sei dies nicht passiert.

Er will die Gütersloher Stadtverwaltung nun prüfen lassen, ob der Beschluss von Dienstagabend rechtskräftig ist.

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