Windpark Gütersloh: Fundamente werden jetzt gegossen Am Dienstag kommt der Beton

Gütersloh (WB). Die gewaltigen Fundamente der drei neuen Windräder im Rhedaer Forst sollen am Dienstag gegossen werden. 2100 Kubikmeter Beton sind dafür erforderlich.

Von Carsten Borgmeier
Andreas Großewinkelmann, Ralf Libuda, Francisco Lopez Sommer, Gottfried Ernsting und Christoph Nath (von links) haben sich am Montag das Fundament eines Windrades im Rhedaer Forst angeschaut. Das Stahlgepflecht wird jetzt betoniert.
Andreas Großewinkelmann, Ralf Libuda, Francisco Lopez Sommer, Gottfried Ernsting und Christoph Nath (von links) haben sich am Montag das Fundament eines Windrades im Rhedaer Forst angeschaut. Das Stahlgepflecht wird jetzt betoniert. Foto: Carsten Borgmeier

Die Stadtwerke Gütersloh (SWG) treiben die Energiewende voran und investieren in Kattenstroth, unweit des Kiebitzweges, zwölf Millionen Euro in die jeweils 170 Meter hohen Anlagen.

Fundamente werden jetzt gegossen

Gemeinsam mit den beiden Grundstückseigentümern, den Landwirten Gottfried Ernsting (59) und Andreas Großewinkelmann (44), haben sich SWG-Geschäftsführer Ralf Libuda (47), Projektleiter Francisco Lopez Sommer (33) und Christoph Nath (46) als kaufmännischer Leiter der SWG den Baufortschritt jetzt angesehen.

Zuwege werden verbreitert

Wie Libuda bei dem Ortstermin sagte, sollen die 2,5-Megawatt-Windräder noch diesen Herbst ans Netz gehen. »Sie produzieren Strom in Gütersloh für Gütersloh«, brachte es Libuda auf den Punkt. 5000 Haushalte können demnach mit dem jährlichen Energie-Ertrag dieser Windgiganten umweltfreundlich versorgt werden, rechnete er vor.

Wapelbrücke muss »überbrückt« werden

Doch bis es soweit ist, müssen logistische wie bautechnische Herausforderungen gemeistert werden: Nach Angaben von Projektleiter Lopez Sommer werden in den nächsten Wochen 30 Schwerlasttransporter an den Baustellen im Rhedaer Forst erwartet. Um beispielsweise die bis zu 85 Tonnen wiegenden Maschinenhäuser der Windräder anliefern zu können, müsse die Brücke über die Wapel durch ein Spezialkonstrukt mit einer Tragfähigkeit von bis zu 200 Tonnen »überbrückt« werden. In dem Zusammenhang werden derzeit die Zuwege von der Herzebrocker Straße aus freigeschnitten, damit die bis zu 65 Meter langen Schwertransporte unfallfrei durch die Kurven kommen. Im Hinblick auf Vorwürfe von Anwohnern, im Rhedaer Forst Natur zerstört zu haben, betonte Christoph Nath: »Dort, wo Bäume weichen mussten, wird am Ende des Jahres wieder aufgeforstet. Eingriffe in das Landschaftsbild sind während der Bauphase leider unvermeidbar.« Die angelegten, breiten Baustraßen würden zudem nach Abschluss zurückgebaut, versicherte Lopez Sommer.

5000 Haushalte werden umweltfreundlich mit Energie versorgt

»Mit diesen Anlagen leisten wir einen Beitrag, die Klimaschutzziele der Stadt Gütersloh und auch unsere eigenen zu erreichen«, sagte Ralf Libuda. Die SWG haben bereits 2016 Windkraftanlagen am Gewerbepark Aurea sowie am Hasselbach in Betrieb genommen. Von Herbst an können sie dann 25 800 Haushalte mit Energie aus Windkraft versorgen.

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