Gütersloh: Spexarder restaurieren 63 Jahre altes Wahrzeichen Berliner Bär steht wieder im Brock

Gütersloh-Spexard (WB). Die Fragmente des Berliner Meilensteins an der Autobahn bei Spexard haben nach 21 Jahren einen neuen Platz gefunden. Er steht jetzt wenige hundert Meter von seinem ursprünglichen Standort entfernt an der Ecke Plümersweg / Im Brock.

Von Markus Schumacher
Rainer Delker tauft den Berliner Bär mit Spreewasser aus Berlin. Anschließend verliest er einen Gruß des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller.
Rainer Delker tauft den Berliner Bär mit Spreewasser aus Berlin. Anschließend verliest er einen Gruß des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller. Foto: Markus Schumacher

Ein mit Rübenkraut beladener Laster riss das 1954 aufgestellte Wahrzeichen am 10. September 1996 vom Sockel und brach es in mehrere Teile. Die Bürger vom Brock und der Heimatverein re-staurierten die Bruchstücke und stellten den sanierten Bären beim alljährlichen Straßenfest wieder auf.

Fragmente ruhen auf einem Hof

Die Initiative Denkmalschutz für Berliner Meilensteine mit ihrem Sprecher Michael Damm forschten nach den Überresten. Den Bruchstein hatte sich Landwirt Norbert Becker damals gesichert. »Ohne die Anfrage von Michael Damm würde der Bär wohl heute noch auf dem Hof Becker ruhen«, sagte Markus Schumacher, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins.

Gruß vom Regierenden Bürgermeister

Mit den Metallarbeiten begann die Aktion Ende April. Den Rahmen aus verzinktem Edelstahl baute Spexards Schützenkönig Rene Stüker. Mit den städtischen Mitarbeitern Ulrich Wittenbrink und Ulrich Paschke wurde der neue Standort ausgesucht. Die Leitung der Arbeiten steuerten Norbert Becker und Rainer Delker. An mehreren Abenden wurde ausgeschachtet und betoniert. Der angereiste Michael Damm hatte von einem Berlin-Besuch noch Spreewasser zur »Taufe« mitgebracht. Die Grußworte des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, verlas »Brockbürgermeister« Rainer Delker: »Ich freue mich, dass durch ihren Einsatz dieses Zeugnis unserer bewegten jüngeren Geschichte wieder einen Platz im öffentlichen Raum erhält.«

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