Zu Pfingsten gibt es 24 neue Mitglieder für die Gütersloher Kirchengemeinden Getauft mit Dalke-Wasser

Gütersloh (WB). Beim ersten Pfingstfest wurden laut Bibel etwa 3000 Menschen getauft. An der Dalke sind es an diesem Pfingstsonntag zwar nur 24 Täuflinge, die Bedeutung bleibt jedoch dieselbe. Zum dritten Mal hat das Tauffest der Regionen Ost und Süd an der Dalke stattgefunden.

Von Laura Gehle
Pfarrer Stefan Salzmann tauft Susanne Auster und ihre Kinder zum Pfingstfest.
Pfarrer Stefan Salzmann tauft Susanne Auster und ihre Kinder zum Pfingstfest. Foto: Laura Gehle

Nach einer regnerischen Nacht ließen sich passend zum Beginn des Gottesdienstes um 11 Uhr die ersten Sonnenstrahlen auf der Dalkeinsel blicken. Hier nahmen die Pfarrerinnen und Pfarrer Wiebke Heine und Karin Brunken (Region Ost), Kerstin Jacobsen, Michael Frentrup und Stefan Salzmann (Region Süd) die Taufen vor.

Anstatt Orgelklängen ertönte die Musik des Bläserchors der Erlöserkirche, das Taufbecken wich bunten Taufschalen und der Altar mit Blumen geschmückten Tischen.

Predigt mit Handpuppe Karlchen

Das machte den Gottesdienst nicht weniger festlich: Es wurde zusammen gesungen und gebetet – und in der Predigt erklärte Pfarrerin Karin Brunken mit Handpuppe Karlchen, die im Rahmen der Regenbogenkirche einmal im Monat aktuelle Themen kinderfreundlich aufarbeitet, die Bedeutung der Taufe: »Dadurch gehört man zur Gemeinde der Christen.« Auf »Karlchens« Frage, was denn so ein bisschen Wasser ausmache, meint sie: »Das Wasser ist Zeichen der Reinigung und steht für den Neuanfang mit Gott.«

Getauft wurde dann, wie sollte es anders sein, mit echtem Dalkewasser, das kurz vor Beginn aus dem Fluss entnommen wurde. Allerdings wurden an diesem Tag nicht nur Kinder in die Gemeinde aufgenommen: Auch die 40-jährige Susanne Auster ließ sich gemeinsam mit ihren Söhnen Hannes (3) und Oskar (sieben Monate) taufen.

Freilicht-Taufe nur alle zwei Jahre

Den Grund für ihren späten Eintritt in die Kirchengemeinde sieht sie in ihren Kindern: »Es war eine schöne und passende Gelegenheit, gemeinsam mit den Kindern getauft zu werden.« Für Pfarrer Stefan Salzmann, der die Taufe vornahm, ist das nichts Neues: »Es kommt häufiger vor, dass Erwachsene den Kontakt zur Kirche suchen.«

Auf das nächste Tauffest müssen die Gläubigen noch etwas warten: Maximal alle zwei Jahre wird die Freilicht-Taufe angeboten. »Öfter lässt sich das nicht organisieren«, sagt Pfarrerin Karin Brunken.

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