Stadthalle und Theater verzeichnen um 30 Prozent höhere Erlöse Die Kulturräume brummen

Gütersloh (WB/rec). Stadthalle und Theater Gütersloh geben der Stadt 445.000 Euro vom 3,5 Millionen Euro hohen Zuschuss des Jahres 2016 zurück. Grund sind nicht etwa Einsparungen – sondern um 30 Prozent höhere Erlöse.

Rockgrößen-Fotograf Neal Preston hat dem Theater einen Sonderboom von 10.000 Besuchern beschert.
Rockgrößen-Fotograf Neal Preston hat dem Theater einen Sonderboom von 10.000 Besuchern beschert. Foto: Oesterhelweg

Das Theater nahm den vorgestellten Zahlen zufolge mit 1,5 Millionen Euro gut 208.000 Euro mehr ein als erwartet; die Stadthalle lag mit 713.000 Euro um 184.000 Euro über den Planzielen. Der Aufwand in beiden Häusern wiederum wich nur um knapp ein Prozent von den vorab kalkulierten Summen ab. Hinter den Geldbeträgen stecken Menschen, die Stadthalle und Theater besuchen und nutzen – sei es, um sich zu amüsieren, zu tagen, zu feiern. Obwohl der kleine Stadthallensaal saniert wurde, stieg die Zahl der Stadthallen-Nutzungen von 534 (2015) auf 547; die des Theaters von 482 auf 505. Kaufmännischer Leiter Ralph Fritzsche: »Die 1052 Nutzungen im Jahr entsprechen vier Nutzungen je Kalendertag. Es ist also immer was los.«

Mehr verkaufte Tickets und ausgebuchte Stadthallen-Räume

Das Theater verkaufte 4000 Tickets mehr als 2015 (und das zum höheren Preis), die Besucherzahlen stiegen auf 85.000 (Stadthalle, plus 10 500) und 63.500 (Theater, plus 13.000); Restaurant Fritz und die Gastronomie in der Skylobby erwirtschaften wieder die volle Pacht. Die Skylobby werde häufiger an Hochzeitsgesellschaften und für kommerzielle Fotoshootings vermietet, die Vermietung von Stadthallen-Räumen brachte 82.000 Euro mehr ein als im Vorjahr. Kulturräumechef Andreas Kimpel: »Dabei profitierten wir von der Modernisierung unserer Konferenzräume.«

Die 2018/2019 anstehende Fassadensanierung werde vielleicht die eine oder andere Einbuße mit sich bringen, darum werde der Kulturräume-Haushalt wie immer vorsichtig kalkuliert. Doch das jüngste Jahresergebnis stimmt Andreas Kimpel zuversichtlich: »Wir haben den Laden jetzt da, wo wir ihn haben wollten.«

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