Niemand muss im Abseits stehen: Bertelsmann und Stadt bauen LED-Videowand am Theater auf Große Mannschaften, große Leinwand

Gütersloh (WB). Mit der ersten Partie im Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft zwischen Polen und Portugal am Donnerstag um 21 Uhr kann in Gütersloh das Rudelgucken beginnen: Die Stadtverwaltung und der Medienkonzern Bertelsmann haben in der Innenstadt eine Großbildleinwand aufbauen lassen. Sie steht erstmals auf dem Theater-Vorplatz.

Von Carsten Borgmeier
Public Viewing erstmals am Theater mit Bürgermeister Henning Schulz, Bertelsmann-Personalchef Dr. Immanuel Hermreck und Kulturdezernent Andreas Kimpel (von links).
Public Viewing erstmals am Theater mit Bürgermeister Henning Schulz, Bertelsmann-Personalchef Dr. Immanuel Hermreck und Kulturdezernent Andreas Kimpel (von links). Foto: Carsten Borgmeier

Public Viewing erstmals auf Theater-Vorplatz

Der Umzug vom Berliner Platz im Herzen der Fußgängerzone hatte wegen des dort gebauten Wasserbands erfolgen müssen. Durch die von Bäumen gesäumte Springbrunnen-Anlage wäre die räumliche Kapazität eines Public Viewings zu stark eingeschränkt worden. Auch Sicherheitsaspekte spielten eine gewichtige Rolle.

Mit der Partie Polen gegen Portugal geht es los

Auf dem entsprechend hergerichteten Theater-Vorplatz können jetzt nach Angaben von Bertelsmann-Sprecher Stephan Knüttel bis zu 7000 Menschen die kommenden Spielpaarungen der EM sehen – da muss wirklich niemand im Abseits stehen. Vor Betreten des Areal gibt es Sicherheitskontrollen. Offensichtlich betrunkene Fans würden abgewiesen.

Offensichtlich alkoholisierte Gäste werden abgewiesen

Nach Abschluss der mehrtägigen Aufbauarbeiten durch die Firma Satis & Fy aus dem Großraum Frankfurt/Main verschafften sich Bürgermeister Henning Schulz (CDU), Bertelsmann-Personalvorstand Dr. Immanuel Hermreck und Güterslohs Kulturdezernent Andreas Kimpel am Mittwoch einen Eindruck von der 55 Quadratmeter großen LED-Videowand. Bei der Gelegenheit ließen sie sich auch dazu hinreißen, den Ausgang des Spiels der Löw-Truppe gegen Italien (Samstag, 21 Uhr) zu tippen.

Rahmenprogramm mit Torwandschießen

»Ich bin mir sicher, dass das deutsche Team 2:1 gewinnen wird und auch hervorragende Chancen hat, Europameister zu werden«, sagte Immanuel Hermreck. Die Nationalmannschaft setze sich aus tollen, jungen Leuten zusammen, so Hermreck weiter, »das freut mich natürlich als Personalvorstand besonders.«

55 Quadratmeter große LED-Videoleinwand

Bürgermeister Henning Schulz tippte ebenso wie Hermreck auf einen 2:1-Sieg der Deutschen. »Sie haben sich bisher von Spiel zu Spiel deutlich gesteigert«, sagte der Christdemokrat, der in den nächsten Tagen mit seiner Familie zum Public Viewing kommen will. Er räumte aber augenzwinkernd ein, dass sein Sportlerherz in erster Linie für den Handball schlage. »Ich komme aus Brockhagen, da dürfte die Sache ja klar sein«, scherzte Schulz. Seine beiden Söhne, sieben und zehn Jahre alt, hätten sich allerdings für Fußball entschieden und würden ihm immer entsprechende Tipps zum weiteren Verlauf der EM geben. Kulturdezernent Andreas Kimpel schätzt, dass es am Samstag zu einem Elfmeter-Schießen kommt. »Es geht ganz knapp 5:4 für Deutschland aus, Manuel Neuer schießt das Siegtor.«

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