Superintendent Frank Schneider kritisiert strukturelle Unterfinanzierung Kirchen wollen keine Kitas mehr

Gütersloh (WB). Die evangelischen Gemeinden werden vorerst keine Träger von Kindergärten mehr. In der Sommersynode des Kirchenkreises kritisierte Superintendent Frank Schneider die strukturelle Unterfinanzierung der Kitas in Nordrhein-Westfalen.

Von Stephan Rechlin
Deutliche Worte: Superintendent Frank Schneider kritisiert die Finanzausstattung der Kindergärten.
Deutliche Worte: Superintendent Frank Schneider kritisiert die Finanzausstattung der Kindergärten. Foto: Wolfgang Wotke

Vor 160 Teilnehmern der Synode im Kreishaus stellte Schneider fest: »Auf Dauer können wir aus finanziellen Erwägungen nicht mehr Träger von Kindertageseinrichtungen sein.« 20 von 33 kirchlichen Tageseinrichtungen hätten das Kindergartenjahr 2014/2015 ohne Rücklagenbildung abgeschlossen: »Es sind auch keine mehr vorhanden.«

Trotz der für den 1. August angekündigten Auszahlung nicht verwendeten Betreuungsgeldes bleibe eine Revision des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) dringend geboten. Diese Stellungnahme des Kirchenkreises Gütersloh werde über die Landessynode der Landesregierung zugeleitet. Ob es im Kirchenkreis darüber hinaus Erwägungen gebe, die Trägerschaften bestehender Kindergärten aufzugeben, ließ Schneider offen. Gut 13 Tageseinrichtungen verfügten noch über Rücklagen in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

Lesen Sie den ausführlichen Artikel am Dienstag, 28. Juni, im WESTFALEN-BLATT, Ausgabe Gütersloh.

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