Tier trug Elektroimpulsgerät am Hals – Anzeige gegen Besitzer Hund bittet Polizei um Hilfe

Gütersloh  (WB). Tierischer Einsatz: Polizisten in Gütersloh haben einen Hund von einem schmerzhaften Elektroimpulsgerät am Hals befreit. Das Tier war zur Wache gelaufen.

Symbolfoto.
Symbolfoto. Foto: dpa

Am Samstagmorgen lief der Hund vor dem Eingang der Polizeiwache Gütersloh herum. Er war seinem Halter offensichtlich entwichen. Die Beamten fingen das zutrauliche Tier ein.

Um den Hals trug er ein Elektroimpulsgerät. Telereizgeräte, wie diese Geräte in der Fachsprache heißen, sind in Deutschland zur Hundeausbildung verboten. Ihre Benutzung stellt eine Ordnungswidrigkeit nach dem Tierschutzgesetz dar. Sie werden dazu eingesetzt, dem Hund bei Nichtbefolgen eines Befehls oder bei einem Fehlverhalten auch über große Distanzen einen dosierten Impuls beizubringen. Die Stärke des Reizstroms lässt sich regeln, die Wirkung reicht von leichtem Kribbeln bis zu einem deutlichen Schmerz.

Die Polizisten nahmen dem Hund das Halsband ab. Der verständigte Besitzer erschien wenig später auf der Wache und nahm seinen Hund in Empfang. Die Fernbedienung und das Halsband wurden sichergestellt. Gegen den 70-jährigen Gütersloher wurde eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetzt erstattet.

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