Stadtverwaltung verklagt Kirchengemeinde – Verfahren beginnt am Mittwoch Beton verstopft Abwasserrohr

Gütersloh (WB). Hat die syrisch-orthodoxe Kirchengemeinde St. Stephanus flüssigen Beton illegal im Abwasserkanal entsorgt? Die Stadtverwaltung jedenfalls will den Fall am Mittwoch vor dem Verwaltungsgericht Minden klären lassen.

Von Carsten Borgmeier
Pfarrer Sleman Djallo (64) von der syrischen-orthodoxen Kirchengemeinde St. Stephanus hält ein rundes Stück Beton in Händen, das den Abwasserkanal an der Hohenzollernstraße verstopft haben soll. Die Stadtverwaltung sieht die Gemeinde als Verursacher.
Pfarrer Sleman Djallo (64) von der syrischen-orthodoxen Kirchengemeinde St. Stephanus hält ein rundes Stück Beton in Händen, das den Abwasserkanal an der Hohenzollernstraße verstopft haben soll. Die Stadtverwaltung sieht die Gemeinde als Verursacher. Foto: Carsten Borgmeier

In dem Verfahren geht es um eine Schadensersatzforderung in Höhe von bis zu 10 000 Euro. Diesen Betrag stellte die Stadt nach Angaben von Pfarrer Sleman Djallo (64) seiner Kirchengemeinde an der Hohenzollernstraße 53 in Rechnung, da dort auf einer Länge von gut zehn Metern ein total verstopfter Regenwasserkanal erneuert werden musste.

Nach Auskunft von Dr. Hans-Jörg Korte, Sprecher des Mindener Verwaltungsgerichts, war im Februar 2013 festgestellt worden, dass in der städtischen Kanalisation im Erdreich unter der Hohenzollernstraße – auf Höhe der Kirchengemeinde – Flüssigbeton ausgehärtet war.  Dieser konnte offenbar nach Ansicht der zuständigen Fachbereiche im Rathaus wohl nur über jene Zuleitung vom Gemeindegrundstück stammen.

Und so flatterte dem Pfarrer Djallo vor einiger Zeit eine Rechnung der Stadt auf den Tisch, die Gemeinde möge den Schaden bitte begleichen. »Wir sind aus allen Wolken gefallen und fühlen uns nicht schuldig«, sagt der Pfarrer, der sich daraufhin sofort auf den Weg ins Rathaus aufgemacht hat, um die Sache zu klären.

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