Deutsches Rotes Kreuz richtet in Friedrichsdorfer Sporthalle erste Notunterkunft ein Flüchtlinge können kommen

Gütersloh-Friedrichsdorf (WB). Jeder Handgriff hat gesessen: Im Nullkommanichts haben gestern Abend 36 ehrenamtliche Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) die Sporthalle »Alte Ziegelei« in Friedrichsdorf zur Notunterkunft umfunktioniert.

Von Carsten Borgmeier
Jonas Klasfauseweh (19, links) und Patrick Chatzigeorgiou (21) gehören zu den DRK-Einsatzkräften, die am Donnerstagabend in der Friedrichsdorfer Sporthalle 200 Feldbetten aufbauen. Mit den ersten Flüchtlingen dort wird heute gegen 18 Uhr gerechnet.
Jonas Klasfauseweh (19, links) und Patrick Chatzigeorgiou (21) gehören zu den DRK-Einsatzkräften, die am Donnerstagabend in der Friedrichsdorfer Sporthalle 200 Feldbetten aufbauen. Mit den ersten Flüchtlingen dort wird heute gegen 18 Uhr gerechnet. Foto: Carsten Borgmeier

Die Flüchtlinge können kommen: Unter Leitung von Michael Ossenkemper (Rheda-Wiedenbrück) und Rainer Frenz (Gütersloh) sind auf der 1200 Quadratmeter großen Hallenfläche 200 Feldbetten aufgestellt worden. Sie stehen dicht an dicht, zwischen den langen Reihen gibt es drei zwei Meter breite Fluchtwege. Auf jedem Bett liegen eine Decke und ein Kissen zur einmaligen Benutzung – aus hygienischen Gründen.

Gegen 18 Uhr war das DRK mit mehr als 15 Fahrzeugen aus dem Kreisgebiet nach Friedrichsdorf angerückt – schon einige Stunden später konnten die Vorbereitungen abgeschlossen werden. »An der Sporthalle werden wir noch einen Containerwagen mit Toiletten sowie einen weiteren mit Handwaschbecken positionieren«, sagte gestern Abend der DRK-Katastrophenschutzbeauftragte Jürgen Strathaus als Gesamtleiter der Einsätze in Friedrichsdorf und Spexard.

In der dortigen Sporthalle sollen bis zu 250 Flüchtlinge unterkommen. Das DRK richtete jedoch nicht nur die Schlafplätze her, auch die Lokalität für die Essensausgabe im ersten Stock der 1996 eröffneten Friedrichsdorfer Sportstätte wurde entsprechend mit Tischen vorbereitet. Wie Strathaus berichtete, werden die Menschen, die etwa bis zu vier, fünf Tage in der Notunterkunft sein werden, von einem privaten Caterer mit Essen versorgt. »Wir haben zwar auch Feldküchen und Köche, können das aber mit den Ehrenamtlichen personell nicht mehr leisten«, so Strathaus.

Angespannt ist auch die Materiallage vor dem Hintergrund der Flüchtlingsströme, die nach Nordrhein-Westfalen fließen: Die beim DRK-Landesverband NRW in Nottuln vorgehaltenen 4000 Feldbetten sind inzwischen alle in Erstaufnahme-Einrichtungen aufgestellt worden, 500 wurden aus Hessen ausgeliehen, 250 nachgekauft.

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