Birgit Schröter (CDU) und Astrid Holz (BU) sind die neuen stellvertretenden Bürgermeisterinnen
Ein Bonsai für Borgholzhausens Bürgermeister Speckmann

Borgholzhausen -

»Demokratie ist Macht auf Zeit und Wettbewerb um die besten Ideen und Konzepte«, sagt Borgholzhausens wieder gewählter Bürgermeister Dirk Speckmann unmittelbar nach seiner Vereidigung. Er fordert den neu zusammen gesetzten Rat bei dessen konstituierender Sit-zung mit den Worten »Lasst es uns anpacken« dazu auf, »in diesem Sinne gemeinsam zu agieren«

Dienstag, 10.11.2020, 17:42 Uhr aktualisiert: 10.11.2020, 17:46 Uhr
Die verabschiedeten Borgholzhausener Ratsmitglieder: (von links): Foto: Johannes Gerhards

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Zuvor hatte der Altersvorsitzende Arnold Weßling ihm den Amtseid »Ich gelobe, dass ich das mir übertragene Amt nach bestem Wissen und Können verwalten, Verfassung und Gesetze befolgen und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde« abgenommen. Als Geschenk überreicht er dem alten und neuen Bürgermeister ein Bonsai-Bäumchen. »Dies ist ein kleiner schöner Baum wie Borgholzhausen eine kleine schöne Stadt ist«, so Weßling.

Speckmann selbst bezeichnet den Baum als Symbol passend. Schließlich habe er zum Amtsantritt vor fünf Jahren einen Birnbaum erhalten, der in diesem Jahr erstmals Früchte trug. Sein Dank geht an die örtlichen Parteien und ihre Fraktionen im Stadtrat für die »sehr offene, vertrauensvolle und insbesondere konsensorientierte Zusammenarbeit«. Er wertet es als Bestätigung seiner Arbeit, dass kein Gegenkandidat aufgestellt wurde und verspricht: »sachliche und faire Beratungen, transparente Entscheidungen und stete Ansprechbarkeit«.

Angesichts von Ressourcenverbrauch, Klimawandel und Corona-Pandemie bestehe aber die große Gefahr, dass es nachfolgenden Generationen deutlich schlechter gehen werde als uns. Daher gelte es, im besten Sinne des Wortes nachhaltig zu handeln.

Bevor der neue Rat in geheimer persönlicher Wahl über die stellvertretenden Bürgermeister abstimmt, werden die Mitglieder verabschiedet, die ihm nicht mehr angehören. Für die »kommunalpolitische Urgesteine« hätte sich Speckmann einen würdigeren als zu Corona-Zeiten möglichen Rahmen gewünscht, man wollte die Zeremonie aber nicht auf den St. Nimmerleinstag verschieben. Zu den Verabschiedeten gehören mit Rolf Syassen (SPD) und Dieter Rerucha (BU) zwei Fraktionsvorsitzende, die 16 Jahre lang die Piumer Debattenkultur maßgeblich bestimmt und bereichert haben. Außerdem sind Joachim Bzdega (FDP), Regina Hartlage, Werner Herde, Rolf Westmeyer (alle CDU), Angela Tubbesing, Harald Meierarnd (SPD), Karen van Laak (BU) und Heidrun Kleinehagenbrock-Koster von den Grünen nicht mehr im jetzt 30-köpfigen Rat vertreten.

Erste Entscheidung ist die Wahl der ehrenamtlichen Vertreter des Bürgermeisters. Von 31 gültigen Stimmen entfallen bei einer Enthaltung 13 Stimmen auf Birgit Schröter (CDU) und elf auf Astrid Holz (BU). Sechs Ratsmitglieder votieren für Hermann Ludewig (FDP), der das Amt in der vergangenen Wahlperiode ausüben durfte, jetzt aber trotz seines Direktmandates an den aktuellen Stimmverhältnissen scheitert.

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