Neubau des DRK-Hauses Ravensberg in Borgholzhausen ist nahezu fertig gestellt Der Umzug liegt in Sichtweite

Borgholzhausen (WB). Haargenau ein Jahr ist vergangen zwischen dem ersten Spatenstich im November 2018 und der offiziellen Bauabnahme durch den Kreis Gütersloh. »Jetzt stehen neben den üblichen Kleinigkeiten noch unsere Eigenleistungen an«, sagt DRK Kreisverbandsvorstand Dennis Schwoch und fügt mit Stolz in der Stimme hinzu: »Das haben wir mit unserem Miniteam ganz ohne Planungsbüro hingekriegt«.

Von Johannes Gerhards
Die Fahne des Roten Kreuzes flattert bereits im Wind vor dem nahezu fertiggestellten Neubau mit 80 hochmodernen Einzelzimmern an der Wellingholzhauser Straße. Am 14. Dezember gibt es einen Tag der offenen Tür, im Januar ziehen die Bewohner um.
Die Fahne des Roten Kreuzes flattert bereits im Wind vor dem nahezu fertiggestellten Neubau mit 80 hochmodernen Einzelzimmern an der Wellingholzhauser Straße. Am 14. Dezember gibt es einen Tag der offenen Tür, im Januar ziehen die Bewohner um. Foto: Johannes Gerhards

Wenn die neuen Betten angeliefert, die speziellen Liftersysteme installiert und die Wohnküchen eingerichtet sind, muss der Neubau laut Einrichtungsleiter Christoph Langewitz nur noch mit Leben gefüllt werden. Voraussichtlich am 10. und 11. Januar können die Bewohner von Haus Ravensberg ihre 25 Quadratmeter großen Einzelzimmer beziehen. Etwa 70 Helfer in zwei Einsatzeinheiten des Deutschen Roten Kreuzes sollen garantieren, dass neben Personen und ihrem Eigentum auch »unsere gute Atmosphäre mit rüber genommen wird«.

Mehr Wohn- und Lebensqualität

Am 14. Dezember hat die interessierte Öffentlichkeit zwischen 14 und 17 Uhr Gelegenheit, bei einem Tag der offenen Tür das prägnante neue Gebäude an der Wellingholzhauser Straße in Augenschein zu nehmen. Die vier Etagen sind mit einem Farbleitsystem ausgestattet. Dazu sollen Piktogramme mit charakteristischen Borgholzhausener Gebäuden die Orientierung erleichtern. Es wurde darauf geachtet, dass Rundgänge für Menschen mit Bewegungsdrang möglich sind. Das Pflegepersonal kann die Türen per Fußschalter öffnen, und sämtliche Zimmer sind rollstuhlgerecht ausgebaut.

Ein abgeschirmter Innenhof mit Nachmittagssonne auch im Winter und eine Dachterrasse sorgen für gesteigerte Wohn- und Lebensqualität im Sinne von Gemeinsamkeit. Nach Angaben von Dennis Schwoch freuen sich nahezu einhundert Prozent der Bewohner auf den anstehenden Umzug. Natürlich war es nicht möglich, sämtliche Zimmerwünsche uneingeschränkt zu erfüllen, die allermeisten dürften dennoch zufrieden sein und sich in ihren komfortablen Räumen wohlfühlen. Neben der Standardmöblierung aus Pflegebett, Nachtschrank, Tisch und Stuhl ist eine individualisierte Ausstattung in begrenztem Rahmen möglich und erwünscht. Das gilt etwa für Schränke oder Kommoden, denn die bisherigen Einbauvarianten würden nach 34 Betriebsjahren ihren Zweck nicht mehr erfüllen.

Höherer Investitionskostensatz

Auf die Bewohner oder ihre Angehörigen kommen also diesbezügliche Anschaffungskosten zu. Auch der Investitionskostensatz pro Zimmer und Tag wird sich notgedrungen erhöhen. »Da der LWL die genauen Zahlen noch nicht festgelegt hat, mussten wir die alten Sätze formal kündigen und ab ersten Januar 28 Euro pro Tag verlangen«, sagt Dennis Schwoch, der allerdings von im Endeffekt niedrigeren Sätzen ausgeht. Die Steigerung von bisher 11,50 Euro sei dennoch nicht unerheblich, räumt er ein, aber anders sei die Einzelzimmerquote nicht zu erfüllen, und eine Insolvenz im kommenden Jahr keine erstrebenswerte Alternative.

»Es lässt sich gut leben in unserer Einrichtung, die Bewohner bekommen etwas für ihr Geld«, betont der Kreisverbandsvorstand. In Bezug auf das Bestandsgebäude »werden wir uns das in Ruhe anschauen und dann gute Entscheidungen treffen«, fügt er hinzu. Die Räume im Erdgeschoss werden weiterhin genutzt, darüber hinaus denke man perspektivisch an Wohngruppen oder Tagespflege. »Die Lösung wird den Charakter vom Quartier am Blömkenberg positiv ergänzen und nicht nachteilig verändern«, versichert Christoph Langewitz.

Wenn dann alle Bewohner und ihre Pflegekräfte im neuen Gebäude heimisch geworden sind, soll es natürlich auch ein großes Eröffnungsfest geben. Ob das in der Frühlings- oder Sommervariante gefeiert wird, lassen die beiden DRKler noch offen.

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