Stiftung Ummeln schafft 24 Wohnplätze für Menschen mit leichten Behinderungen
Richtfest am Jammerpatt

Borgholzhausen (WB/jog). Wer Richtfest feiert befindet sich auf der Zielgerade«, sagt Dr. Frank Plaßmeyer vom Vorstand der diakonischen Stiftung Ummeln. Voraussichtlich können die ersten Bewohner mit Handicap bereits im kommenden Sommer einziehen.

Dienstag, 03.09.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 09:48 Uhr
Stiftung Ummeln und Flex Eingliederungshilfe feiern Richtfest am Jammerpatt: Architekt Günther Wachter, Vorstand Dr. Frank Plaßmeyer, Thomas Domeyer (Aufsichtsrat), Bürgermeister Dirk Speckmann, Architekt Stefan Brand, Christel Friedrichs (FLEX Eingliederungshilfe) und Zimmermann Gerald Dübber (v.l.). Foto: Gerhards

Er habe noch nie erlebt, dass ein Bürgermeister ein Projekt so toll begleitet. Auch Christel Friedrichs, Geschäftsführerin der FLEX Eingliederungshilfe in Werther, die das Haus betreiben wird, freut sich darüber, dass »wir von allen so gut angenommen werden«. Im Februar 2017 hatte man sich im Rathaus beim Blick auf den Stadtplan recht kurzfristig das Grundstück in unmittelbarer Nähe des Nahversorgungszentrums ausgesucht.

Bürgermeister Dirk Speckmann bedankt sich bei den Familien Scheller und Peters als bisherigen Besitzern für ihre Bereitschaft, das Gelände zur Verfügung zu stellen. Ursprünglich hatte die Stiftung das ehemalige Poppenburg-Areal favorisiert, die entsprechenden Verhandlungen mit den heutigen Besitzern aber nicht erfolgreich abschließen können.

»Keine Sonderwelten«

Auf dem 2.900 Quadratmeter großen Grundstück entsteht ein zweigeschossiges Gebäude mit rund 1.150 Quadratmetern Grundfläche. Die 24 Appartements sind barrierefrei und zum Teil rollstuhlgerecht ausgestattet. Das Team der Einrichtung um Jochen Linnert wird die Bewohner rund um die Uhr begleiten und je nach individuellem Bedarf unterstützen. »So kommen sie in Kontakt mit den Bürgern und leben mittendrin anstatt in Sonderwelten«, betont Christel Friedrichs.

Der Neubau in Borgholzhausen ist Teil des Dezentralisierungsprozesses, der bis 2022 abgeschlossen sein soll. Die bisherigen Großeinrichtungen sollen im Gegenzug reduziert werden, weitere Projekte sind in Bielefeld und Gütersloh geplant.

Bedarf ist groß

Für Bürger aus Borgholzhausen stehen laut Christel Friedrichs zwölf so genannte leere Plätze zur Verfügung, andere Bewohner kommen aus Werther und der Umgebung. Damit sei die Bedarfslage im Kreis Gütersloh aber längst nicht gedeckt.

Auch vor Ort könne nicht jeder Mensch mit Einschränkungen aufgenommen werden. In den Vereinbarungen mit den Sozialbehörden, bei Baugenehmigung und Nutzungsbeschreibung sei der Rahmen entsprechend festgelegt, so beschreibt Bürgermeister Dirk Speckmann die Situation.

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