Theaterbande Phoenix spielt »Neues vom Räuber Hotzenplotz« auf der Freilichtbühne Borgholzhausen
Knallpilze und Flaschenpostler

Borgholzhausen (jog). »Einige der Zuschauer waren beim ersten Teil der Geschichte noch nicht geboren«, sagt Regisseur Jan Graf-Betge und spielt damit auf die Inszenierung von Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker vor fünf Jahren an.

Mittwoch, 05.06.2019, 08:09 Uhr
Ohne Uniform fehlt Wachtmeister Dimpfelmoser Autorität: (von links) Lina Vogt, Philipp Kleemann, Rolf Herrmann, Karin Herrmann. Foto: Johannes Gerhards

Inzwischen sind im Paralleluniversum der Theatergeschichte erst zwei Wochen vergangen. 250 Zuschauer wollen die Vorstellung bei optimalen Wetterbedingungen in der malerischen Natur- und Freilichtbühne miterleben. Mit einem flotten Liedchen auf den Lippen kommen Kasperl (Philipp Kleemann) und Seppel (Lina Vogt) gerade von einem Angelausflug zurück. Außer Fischen haben sie so ziemlich alles am Haken hängen gehabt, was als Zivilisationsmüll in den Gewässern landet.

Oberwachtmeister Dimpfelmoser ausgetrickst

Über Hilfeschreie aus dem Spritzenhaus, in dem ihrer Ansicht nach Hotzenplotz gefangen gehalten wird, machen sich die beiden Freunde noch lustig, bevor sie wie jeden Donnerstag zu Bratwurst mit Sauerkraut bei der von Karin Herrmann dargestellten Großmutter aufbrechen.

Diese hat unterdessen Besuch von Räuber Hotzenplotz (Volker Metz) erhalten, der durch Vortäuschung einer »Blinddarmverrenkung« Oberwachtmeister Dimpfelmoser (Rolf Herrmann) ausgetrickst hat. Ausgestattet mit dessen Uniform treibt er jetzt sein Unwesen und verleibt sich ungeniert das für Kasperl und Seppel bestimmte Abendessen ein. Mit denen hat er noch eine Rechnung offen, schließlich haben sie ihn seinerzeit überführt und hinter Schloss und Riegel gebracht.

Mit Flaschenpost eine Falle stellen

Nachdem das Missverständnis aufgeklärt ist und der (r)eingelegte Dimpfelmoser anstelle seiner Hose vorübergehend mit einem alten Gurkenfass vorlieb nehmen muss, beschließen beide, dem Räuber mit einer Flaschenpost eine Falle zu stellen. Im weiteren Verlauf der Geschichte kommen noch die hellsehende Witwe Schlotterbeck (Kerstin Herrmann) und ihr etwas merkwürdiger Dackel (Charlotte Herrmann) ins Spiel. Mit Hilfe einer Mahlzeit aus Rotkappen mit »Knallpilzen« wird der Räuber Hotzenplotz schließlich zur Strecke gebracht.

Jan Graf-Betge hat das Stück in gewohnter Manier phantasievoll und kurzweilig inszeniert und mit einigen musikalischen Einlagen angereichert. Außer Hotzenplotz sind alle Rollen doppelt besetzt, die Akteure überzeugen mit großer Spielfreude sind mit viel Spaß bei der Sache.

Weitere Termine

16. und 23. Juni sowie 7. Juli, dazu zwei Sonderaufführungen für Kindergärten und Schulen am 24. Juni und 2. Juli, jeweils 10 Uhr.

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