Erweiterungsbau von Haus Ravensberg in Borgholzhausen soll Ende 2019 fertig sein
Grundstein für die Zukunft gelegt

Borgholzhausen (WB). Ein barrierefreier Zugang zur Baustelle ist noch nicht möglich. Dennoch wollen sich einige Bewohner mit ihren Betreuern das besondere Ereignis nicht entgehen lassen. Aus gebührender Entfernung wohnen sie der Grundsteinlegung des Gebäudes bei, in das sie – wenn alles glatt läuft – bereits Ende 2019 einziehen werden.

Dienstag, 05.02.2019, 11:00 Uhr
An der Grundsteinlegung nahmen teil (von links) Ralf Vieweg, Hermann Ludewig (Stadt Borgholzhausen), Tanja Brockmeyer (DRK Kreisverband), Bernd Huesmann (Aufsichtsratsvorsitzender DRK-Pflegeheim), Polier Johannes Spehr, Dennis Schwoch (Geschäftsführer), Klemens Keller (Ortsverein Ravensberg), Einrichtungsleiter Christoph Langewitz, Lutz Trakies (Bauleiter), Philip Wachowski (Projektleiter), Dirk Lammersen (Prokurist) und Nils Twelmeier (Geschäftsführer der Baugesellschaft). Foto: Johannes Gerhards

Diese Hoffnung bringt zumindest Klemens Keller als Vorsitzender des DRK Ortsvereins Ravensberg zum Ausdruck. »Die Schlechtwetterphase ist vorbei, ab morgen kann wieder betoniert werden«, sagt er, bevor die mit Dokumenten bestückte kupferne Rolle in den Grundstein einer improvisierten Mauer eingeschlossen wird.

Besondere Atmosphäre des Hauses mit übernehmen

Auch Nils Twelmeier, Geschäftsführer der gleichnamigen Baugesellschaft, geht von einem planmäßigen Ablauf der Bauarbeiten aus. Piums Altbürgermeister und heutiger Aufsichtsratsvorsitzende der DRK-Haus Ravensberg Gesellschaft, Bernd Huesmann, fühlt sich in der augenblicklichen Situation an die Zeit vor 50 Jahren erinnert, als er mit dem Projekt einer Großsporthalle anfing, sich politisch zu betätigen.

Er wünscht sich, dass die Arbeiten unfallfrei verlaufen, eventuelle Unwägbarkeiten vernünftig gelöst werden und vor allem die besondere Atmosphäre des Hauses mit übernommen wird. »Dann haben wir alle einen guten Job gemacht«, sagt er mit Nachdruck in der Stimme. An Stelle des im Urlaub weilenden Bürgermeisters Speckmann überbringt sein Stellvertreter Hermann Ludewig den Dank der Stadt Borgholzhausen und bekundet Hochachtung gegenüber dem Mut der Entscheider.

Nur mit Neubau ist die Einzelzimmerquote zu schaffen

»Zum Wohle unserer Bürger wird hier auch ein Grundstein für deren Zukunft gelegt«, betont Ludewig. Das Haus Ravensberg sei in der Stadt fest verankert, der Rat und die zuständigen Gremien stünden jederzeit voll hinter dem Projekt und leisteten uneingeschränkte Unterstützung.

Der Neubau war nötig geworden, weil die seit Mitte 2018 geltende Einzelzimmerquote nicht erfüllt werden kann. Gegen den bestehenden Belegungsstopp – gleichbedeutend mit einem monatlichen Verlust von 24.000 Euro für den Betreiber – hat das DRK beim Oberverwaltungsgericht Münster Beschwerde eingelegt, um zumindest eine Aussetzung zu erreichen.

Betreiber ist eine gemeinnützige GmbH

Haus Ravensberg wird seit dem letzten Jahr von einer gemeinnützigen GmbH betrieben, die zu 99 Prozent dem Kreisverband Gütersloh gehört. Der Ortsverein Ravensberg hält aus steuerlichen Gründen lediglich das fehlende Prozent. Im Neubau werden auf 4.200 Quadratmetern Wohnfläche 80 rollstuhlgerechte Einbettzimmer entstehen. Über die genaue Verwendung der Räume im Altbau ist noch nicht abschließend entschieden worden. Während im Erdgeschoss die stationäre Verwaltung untergebracht wird, sind auf den übrigen Etagen Wohnungen oder Arztpraxen denkbar.

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