Feinkosthersteller verwirft Umzugsplan – Investitionen in alte Werke
Homann bleibt in Dissen

Dissen (WB). Der Feinkosthersteller Homann verzichtet auf den für  2020 geplanten Umzug nach Sachsen und investiert stattdessen 200 Millionen Euro vor allem in eigentlich zur Schließung vorgesehene Standorte. Damit bleibt auch der  Stammsitz in Dissen bei Osnabrück mit rund 1000 Mitarbeitern erhalten. Das hat der Aufsichtsrat des Mutterkonzerns Theo Müller beschlossen.

Freitag, 27.04.2018, 12:36 Uhr
Das Homann-Werk in Dissen. Foto: dpa

Die im Sommer 2017 gefassten Pläne sahen einen Neubau für 500 Millionen Euro in Leppersdorf bei Dresden vor. Im Gegenzug sollten die Werke in Dissen, Bad Essen, Bottrop und Floh-Seligenthal (Thüringen) geschlossen werden.

Nun soll in die drei erstgenannten Standorte sowie das Werk in Rogätz (Sachsen-Anhalt) schwerpunktmäßig investiert werden, teilte der Mutterkonzern des für Salate und Saucen bekannten Feinkostherstellers am Freitag mit.

Gespräche mit Arbeitnehmern

Grundlage des Aufsichtsratsbeschlusses seien die Ergebnisse einer Prüfung des bisherigen Standortkonzeptes hinsichtlich Zeitplanung, Investitionsvolumen und Positionierung im Markt gewesen. Die Homann-Geschäftsleitung werde mit den Arbeitnehmervertretern jetzt Gespräche über die damit notwendig werdenden Vereinbarungen aufnehmen, hieß es.

Nach der Umzugsentscheidung war bereits ein Interessenausgleich und Sozialplan für die von den Werksschließungen betroffenen 1550 der insgesamt 3000 Homann-Mitarbeiter ausgehandelt worden. Etliche Beschäftigte haben das Unternehmen bereits verlassen. Zum Jahreswechsel waren die Pläne aber überraschend nochmals auf den Prüfstand gestellt worden.

Vor drei Wochen hatte Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann dann erklärt, dass der Produktionsstandort Dissen gerettet zu sein scheine.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5690888?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516074%2F
Explosion in Beirut: Mindestens 50 Tote und 2700 Verletzte
Rauch steigt nach einer Explosion über den Trümmern eines zerstörten Gebäudes auf.
Nachrichten-Ticker