170 Zuschauer erleben Premiere im Steinbruch: »Rabe Socke« fliegt an Juni-Sonntagen Lauter Kinder auf der Bühne

Borgholzhausen (WB/el). »So ein Rabe ist ja auch ein Vogel«, sagt Regisseur Jan Graf-Betge zur Auswahl des Stückes, dass die Theaterbande Phönix in diesem Jahr zu ihrem zehnten Geburtstag auf die Bühne des Bönker'schen Steinbruchs zaubert. Daher flattert nun an den Juni-Sonntagen der kleine Rabe Socke los, um tolle Abenteuer zu erleben.

Als sich Dachs (Marlene Kleemann), Hase Löffel (Merle Kunde), Rabe Socke (Skrollan Capteyn), Schaf (Mika Zachan) und Wildschwein Stulle (Lina Vogt) zur Pyjama-Party treffen, will jeder das Sagen haben. Schließlich hatte das Schaf das so versprochen!                               
Als sich Dachs (Marlene Kleemann), Hase Löffel (Merle Kunde), Rabe Socke (Skrollan Capteyn), Schaf (Mika Zachan) und Wildschwein Stulle (Lina Vogt) zur Pyjama-Party treffen, will jeder das Sagen haben. Schließlich hatte das Schaf das so versprochen!                               

Große Werktreue ist dem Regisseur Jan Graf-Betge auferlegt worden, als er sich zusammen mit der Theaterbande Phönix für die Umsetzung der Abenteuer des kleinen Raben Socke entschied. Dank der großen Spielfreude und sensibler Handhabung des Stoffs ist daraus jedoch ein großer Spaß geworden, der bei der Premiere am Sonntag vor allem die Kinder unter den rund 170 Zuschauern in seinen Bann zog. Eine liebevolle Ausstattung mit handgemalten Kulissen und selbstentworfenen Kostümen entlockte den Besuchern des Bönker'schen Steinbruchs oft schon beim ersten Auftritt der verschiedenen Tiere, die den Raben begleiten, ein erstes warmes Lachen.

Erwachsene sind hier in der Minderzahl

Eine weitere Besonderheit des turbulenten Stückes besteht in der Besetzung: Nur jeweils eine Erwachsene steht als Erzählerin auf der Bühne. Bei der Premiere war es Gaby Capteyn. In den weiteren Aufführungen wird auch Cathleen Berger-Neumann in diese Rolle schlüpfen und dabei gleichzeitig eine weitere Figur zum Leben erwecken. Dabei handelt es sich um den einzigen Charakter, der nicht aus der Feder des Autorenpaars Nele Moost und Annet Rudolph stammt und dennoch stimmig in die Erzählungen um Rabe Socke eingefügt werden durfte. Es ist ein kleiner Fuchs, den die jeweilige Erzählerin als Handpuppe und Gesprächspartner nutzt, um die Geschichte zu kommentieren.

»Den hab ich mir selber einfallen lassen; denn wir spielen schließlich Theater. Das bedeutet nicht nur Lust am Spiel, sondern verlangt auch einige Anpassungen, damit der Zauber auch für das Publikum funktioniert«, sagt Jan Graf-Betge, der seit zehn Jahren das beste aus der Theaterbande herausholt. In diesem Jahr sind es ausschließlich Kinder zwischen vier und 14 Jahren; und diese mussten nicht nur Text lernen, sondern auch nach eigenem Gutdünken improvisieren. »Es bleiben nämlich stets alle auf der Bühne, auch wenn sie gerade nicht an der Reihe sind«, sagt Jan Graf-Betge zu diesem Experiment.

Noch sechs weitere Aufführungen im Juni

Dass dieses Wagnis gut funktioniert, sehen all Zuschauer sofort. Die Eule (bei der Premiere Maja Joost) beispielsweise schlüpft in ihr Nest im Unterholz und schaut sich ein Malbuch an, Eddi-Bär (Philipp Kleemann bei der Premiere) schleckt in seiner Höhle am Honigtopf und Wildschwein Stulle (bei der Premiere Lina Vogt) spielt Ball. So beschäftigen sich alle, bis Rabe Socke (Skrollan Capteyn) wieder vorbei kommt und ihr Leben durcheinander bringt. Bös gemeint ist das nie, doch manchmal sind die Freunde ganz schön gekränkt. Dennoch können sich die Besucher getrost auf ein Happy End freuen, bei dem sogar noch etwas fürs Leben gelernt werden kann. Was das ist und wie Rabe Socke nach diversen Verwicklungen zur Lösung findet, das ist noch insgesamt sechs Mal im Bönker'schen Steinbruch zu sehen.

Jeweils sonntags ab 15.30 Uhr ist das Stück am 4., 11., 18. und 25. Juni für alle zu sehen.

Zusätzlich sind vormittags ab 11 Uhr zwei Veranstaltungen am 12. und 20. Juni allein für Grundschul- und Kindergartenkinder reserviert.

Karten gibt es im Internet unter www.theaterbande-phoenix.de , beim Kulturbüro der Stadt Halle sowie bei der Buchhandlung Herold in Borgholzhausen, Tabakwaren Kretschmann und der Touristen-Info der Stadt Melle.

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