Nach Umzug der Schützen: Festplatz am Barenberg hat sich in allen Belangen bewährt Jörg Freese ist Piums neuer Schützenkönig

Borgholzhausen (WB/jog). Am Ende war es Kompanieführer Jörg Freese, der den hölzernen Adler von der Stange des Hochschießstandes in Borgholzhausen holte. Um 11.45 Uhr hatte Bürgermeister Dirk Speckmann das diesjährige Königsschießen eröffnet.

Der neue Borgholzhausen Schützenkönig ist soeben ermittelt worden. Traditionell folgt dann der Ehrentanz, den Jörg Freese hier mit seiner Frau Gudrun im Festzelt absolviert.
Der neue Borgholzhausen Schützenkönig ist soeben ermittelt worden. Traditionell folgt dann der Ehrentanz, den Jörg Freese hier mit seiner Frau Gudrun im Festzelt absolviert. Foto: Gerhards

König steht nach 372 Schüssen fest

Nach 372 Schüssen trugen Rainer Frehsmann, Michael Lömker, Frank Wehring und Sean Braham um kurz nach 14 Uhr den neuen König zu den Klängen vom Musikzug Wiltmann in einer Ehrenrunde über den Festplatz. Zuvor hatte Heidi Welpinghus die Krone und Sean Braham das Zepter getroffen. Die weiteren Insignien gingen an Frank Hartke (Apfel), Maik Lechtenfeld (linke Kralle), Hendrik Welpinghus (rechte Kralle), Jürgen Kemner (linker Flügel), Jan Philip Pidun (rechter Flügel) und Heinrich Welpinghus (Kopf).

Am Vorabend wurde Victoria Remane neue Jugendkönigin. Anstelle eines Prinzgemahls erwählte sie mit Heidi Welpinghus und Sophia Brinkkötter zwei Adjutantinnen. Mit der Proklamation der neuen Majestäten und ihres Throns ging das Piumer Schützenfest nach fünf »tollen Tagen« am Montagabend zu Ende.

Großer Zapfenstreich zu Ehren der anwesenden Majestäten

Das scheidende Königspaar absolvierte am Sonntag seine letzte Dienstreise im Vierspänner beim Festumzug durch die geschmückte Innenstadt. Der Weg zum Festplatz war zwar etwas länger als gewohnt, dennoch gab es von allen Seiten viel Lob und Anerkennung für das neue Gelände, zumal das Wetter mitspielte und sämtliche Programmpunkte wie geplant ablaufen konnten.

Einer der Höhepunkte war am Sonntagabend der Große Zapfenstreich zu Ehren der anwesenden Majestäten aus den Schützenvereinen rund um die Ravensburg. Turnusgemäß wurde von diesen reihum der Wettbewerb »Goldener Schuss« ausgerichtet, wobei ausschließlich die amtierenden Könige teilnahmeberechtigt waren. In diesem Jahr konnte Schützenkaiser Thomas Martin vom SV Knetterhausen den Titel erringen, Vereinskollege Linus Farthmann gewann den Kinderwettbewerb.

Bürgermeister hat schon Pläne für die künftige Grundstücksnutzung

Es ist die einzig verbliebene Aktion, die im Schützenhaus stattfinden konnte, wo eine schwarze Trauerfahne im Wind flatterte und an die juristisch veranlasste Verlegung des Schützenfestes erinnerte. Mit den Worten »Es war schon ein Riesenaufwand«, konterte die Vorsitzende Martina Frehsmann-Pryce jede anerkennende Bemerkung, viele Besucher zollen den Schützen Respekt für die erbrachten Leistungen.

Auch Bürgermeister Dirk Speckmann sprach von einer gelungenen Premiere und dachte bereits über mögliche Lösungsansätze nach. Für das alte Gelände besteht eine Erbpacht über 99 Jahre, auch das jetzt genutzte Grundstück befindet sich in städtischem Besitz. »Mit der Fortführung der Straße vom Kreisel aus könnte man auf Dauer auch Schützenhaus und Schießstand hierhin verlagern, für den alten Standort findet sich bestimmt eine andere Verwendung«, so Speckmann wörtlich.

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