Im Neubaugebiet Enkefeld beziehen die ersten Bewohner ihr Haus Zum Geburtstag im Eigenheim

Borgholzhausen (WB/jog). Die Adresse Max-Weinberg-Straße 12 ist noch so neu, dass die Müllabfuhr sie anfangs nicht auf ihrem Abfuhrplan hatte. Bürgermeister Dirk Speckmann versprach aber die umgehende Lösung des Problems, als er Familie Ehof nach altem Brauch Brot und Salz in einem Geschenkkorb überreichte.

Geschenkkorb für die Bewohner: Bürgermeister Dirk Speckmann und Detlef Weitkamp (von links) übergeben im Namen der Stadt Brot und Salz an Katja und Peter Ehof mit Marie.
Geschenkkorb für die Bewohner: Bürgermeister Dirk Speckmann und Detlef Weitkamp (von links) übergeben im Namen der Stadt Brot und Salz an Katja und Peter Ehof mit Marie. Foto: Gerhards

Seit dem 18. März wohnen Katja und Peter Ehof mit ihrer Tochter Marie im Baugebiet Enkefeld und sind damit die ersten Bewohner der Siedlung am Ortseingang von Pium. »Ich habe mir immer vorgenommen, meinen 30. Geburtstag im eigenen Haus zu feiern«, sagt Peter Ehof. Das hat er geschafft.

Der Karosseriebaumechaniker hat am 20. Juni 2016 mit dem ersten Spatenstich das Neubauprojekt begonnen. Nach seinen Angaben sind 95 Prozent aller Arbeiten durch Eigenleistungen und mit tatkräftiger Hilfe fachkundiger Familienmitglieder erledigt worden. Das Einfamilienhaus ohne Keller verfügt über mehr als 160 Quadratmeter Wohnfläche, die sich auf jeweils vier Zimmer in Erdgeschoss und erstem Stock verteilen.

Freier Blick auf die Ravensburg

Der Blick auf die Ravensburg ist noch nicht verbaut, auf der anderen Straßenseite wird zur Freude von Töchterchen Marie demnächst ein Spielplatz entstehen. »Wir hatten noch keine Zeit, uns einsam zu fühlen«, sagt Mama Katja. Die Polizei fährt jeden Abend Streife, und am Wochenende stehen auch schon mal neugierige Besucher unmittelbar vor dem Wohnzimmerfenster und werfen einen indiskreten Blick in die privaten Räume.

Das Paar geht davon aus, dass sich die Zustände ändern, sobald der Garten und die Außenfassade klar zu erkennen geben, dass hier bereits jemand wohnt.

Das Haus der Familie Ehof liegt zwar außerhalb der Klimaschutzsiedlung, ist aber nach den neuesten Standards errichtet worden, betont Peter Ehof. Seine Ehefrau Katja habe in der Regel die Oberhand bei der Auswahl der dekorativen »Kleinigkeiten« wie Fliesen gehabt, er selbst sich dann eher handwerklich eingebracht.

Nach nunmehr zehnmonatiger Bauzeit sei man dabei, sich an den vielen Platz zu gewöhnen. Schließlich war die bisherige Mietwohnung mit 80 Quadratmetern nur etwa halb so groß. Nach und nach werden nun weitere Familien ihre neuen Häuser beziehen. Tochter Marie freut sich jedenfalls schon auf gleichaltrige Spielkameraden.

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