Attraktionen und Informationen bei der zwölften Piumer Gewerbeschau Selbst Hand anlegen

Borgholzhausen(WB/mat). Wie bunt und vielfältig die Gewerbewelt rund um Borgholzhausen ist und dass dazu weit mehr gehört als die klassischen Handwerkerbetriebe, stellte die zwölfte Gewerbeschau »Pium aktiv« unter Beweis. Rund um das Haus Hagemeyer-Singenstroth haben sich zu diesem Zweck 50 Aussteller zusammengefunden, um von ihrer Arbeit zu berichten.

Lina, Julia (beide 9) und Kathleen (12, von links) spielen »Vier gewinnt« am Stand von Maik Schöning.
Lina, Julia (beide 9) und Kathleen (12, von links) spielen »Vier gewinnt« am Stand von Maik Schöning. Foto: Sara Mattana

Und dabei durften die knapp 2000 Besucher an einigen Ständen sogar selbst Hand anlegen: So zeigte beispielsweise der Dachdeckerbetrieb Bergander, wie man ein professionelles Vogelhäuschen zusammenbaut. »Bei unserer Arbeit finden wir sehr häufig Vogelnester, die wir leider entfernen müssen. Da muss dann natürlich Ersatz her«, sagt Joachim Bergander. Aus diesem Grund zeigte er den Gästen der Gewerbeschau, dass beim Bau eines Vogelhäuschens vor allem die Größe des Hohlraums und des Eingangslochs von Bedeutung ist: »Das hängt immer davon ab, welcher Vogel darin leben soll. Für einen Star muss das Loch beispielsweise einen Durchmesser von 50 Millimetern haben«.

Doch dass »Pium aktiv« auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg werden und viele Besucher anlocken würde, war für die Organisatoren nicht selbstverständlich. »Die aktuelle Wetterlage hat uns vor riesige Herausforderungen gestellt«, sagt Heinz-Ulrich Farthmann, der gemeinsam mit Gisela Seidel, Dierk Bollin, Olaf Grote und Christian Singenstroth für die Planung zuständig war. So musste aufgrund des Starkregens ein Großteil der Wiese abgesperrt werden, sodass die Aussteller etwas enger zusammenrücken mussten. »Wir sind uns aber trotzdem sicher, dass das Gelände hier der richtige Standort für eine solche Veranstaltung ist. Die Atmosphäre ist sehr idyllisch und lädt zum Verweilen ein«, sagt Heinz-Ulrich Farthmann. Dafür sorgte auch das aus Yannick Schöps und Daniel Bekemeier bestehende Gitarren-Duo »2-Stimmig«, das mit eigenen Interpretationen bekannter Hits begeisterte.

Das absolute Highlight des Tages war für die Jüngsten aber das Aquaball-Becken. Denn wer kann schon von sich behaupten, in einem großen Gummiball über das Wasser laufen zu können?

Vor allem erfüllte die große Gewerbeschau aber ihr eigentliches Ziel: Die Wirtschaft vor Ort zu beleben. Denn egal ob Handwerker, Dienstleiser oder Künstler – jeder heimische Gewerbetreibende hatte die Chance, sich und sein Unternehmen zu präsentieren. So nutzte auch »Teppich-Doktor« Bernhard Seeger aus Halle die Gelegenheit, um Einblicke in seine Arbeit zu ermöglichen: »Der Teppich erlebt momentan sein Comeback, deshalb ist die Pflege sehr gefragt«. Dennoch geht die Zahl der Fachberater auf diesem Gebiet stetig zurück, weshalb Bernhard Seeger mit seinem Geschäft in OWL fast einzigartig ist.

Eine ebenso seltene Kunst präsentierten im Rahmen von »Pium aktiv« auch die Schwestern Gisela Kruse und Gudrun von Stürmer. Bereits seit ihrer Kindheit interessieren sich die beiden für das Häkeln und nutzen als Rentnerinnen nun ihre freie Zeit, um das Hobby zum Beruf zu machen. Denn in mühevoller Handarbeit stellen sie gehäkelte Taschen und Rucksäcke her, die ausschließlich aus Naturmaterialien bestehen. »Ich habe erst mit einer kleinen Umhängetasche angefangen. Mittlerweile sind unsere Produkte sogar an den Seiten verstärkt und haben ein Innenfutter«, sagt die Borgholzhausenerin Gisela Kruse.

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