Reisende verstecken Bargeld in Geschenkkarton
Bielefelder Zoll stellt 178.000 Euro sicher

Bielefeld/Hamm (WB) -

Bei einer Kontrolle auf der Autobahn A2 haben Bielefelder Zöllner 178.000 Euro in einem Kofferraum entdeckt und sichergestellt. Der hohe Bargeldbetrag war von den Reisenden nicht angemeldet worden.

Freitag, 23.04.2021, 13:33 Uhr aktualisiert: 23.04.2021, 13:36 Uhr
Bielefelder Zöllner entdeckten 178.000 Euro im Kofferraum des Wagens. Foto: dpa

Nach Angaben des Hauptzollamtes Bielefeld ereignete sich der Vorfall bereits am Freitag, 16. April. Aus dem fließenden Verkehr lotsten die Beamten einen Wagen mit polnischem Kennzeichen zur Kontrolle auf den A2-Rastplatz Rhynern. Da weder der polnische Fahrer, noch sein libanesischer Beifahrer über ausreichende Deutschkenntnisse verfügten, verlief die Kontrolle in englischer Sprache.

Beide Fahrzeuginsassen gaben an, von einem Geschäftstermin aus Hagen zu kommen und auf dem Weg nach Berlin zu sein. Verbotene Gegenstände wie Betäubungsmittel oder Waffen hätten sie nicht bei sich und auch die Frage nach mitgeführtem Bargeld von mehr als 10.000 Euro verneinten sie. Daraufhin baten die Bielefelder Zöllner die beiden Reisenden, das Auto zu verlassen und den Kofferraum für eine Kontrolle zu öffnen.

Bußgeldverfahren eingeleitet

In diesem entdeckten die Beamten eine Reisetasche, die neben Bekleidung auch einen in Kindergeschenkpapier verpackten Kasten enthielt. Der Fahrer erklärte den Beamten, dass das Geschenk eine Puppe für seine Tochter beinhalte. Das Geschenk war jedoch schwerer, als man es bei einer Puppe erwarten würde und auch der Klang beim Schütteln des Paketes ließ nicht unbedingt auf eine Puppe schließen. Also entschlossen sich die Beamten, das Paket zu öffnen.

Unter dem Geschenkpapier befand sich ein Schuhkarton, der statt der angeblichen Puppe mehrere Bündel mit europäischen Banknoten beinhaltete. Der Fahrer wurde daraufhin gefragt, um wieviel Bargeld es sich handele. Er gab an, dass das Geld nicht ihm gehöre und er über die Summe nicht informiert sei. Letztlich ergab die Zählung eine Summe von 178.000 Euro.

Wegen der Nichtanmeldung einer Summe von mehr als 10.000 Euro wurde gegen ihn ein Bußgeldverfahren eingeleitet und er mit Hilfe eines Vordrucks in englischer Sprache über seine Rechte und Pflichten belehrt. Das Bargeld wurde sichergestellt. Nach der Fertigung aller erforderlichen Dokumente wurde beiden die Weiterreise gestattet. Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Dortmund.

Am 21. März hatten Bielefelder Zöllner auf dem A2-Rastplatz Obergassel schon einmal einen Geschenkkarton geöffnet, in dem sich angeblich eine Spielzeugküche befinden sollte. Tatsächlich entdeckten die Beamten drei Kilogramm Marihuana.

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