Bielefelder Verleger Günther Butkus: „Autoren bieten vermehrt Dystopien an“
Die Corona-Pandemie auf dem Büchertisch

Bielefeld (WB) -

Sein Anliegen: den Nerv des Lesers zu treffen – auch in Pandemie-Zeiten. Günther Butkus (62), auch selbst als Autor tätig, gründete seinen Verlag 1981 in Bielefeld. Er gab ihm den Namen „Pendragon“ – zusammengesetzt aus den englischen Wörtern „Pen“ für Feder(halter) und „Dragon“ für Drache. Von Burgit Hörttrich
Dienstag, 13.04.2021, 01:45 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 13.04.2021, 01:45 Uhr
Seit 40 Jahren verlegt Günther Butkus im eigenen Verlag Bücher. Corona kommt in einigen Neuerscheinungen vor, Leser würden aber nicht gezielt nach Pandemie-Literatur suchen. Foto: Thomas F. Starke
In den Anfangsjahren verlegte Pendragon vorwiegend Prosa und Lyrik von Jean Cocteau bis Friedrich Christian Delius. Seit 20 Jahren liegt der Schwerpunkt bei amerikanischer und deutschsprachiger Krimiliteratur von Robert B. Parker, James Lee Burke bis zum lippischen Duo Wolfram Tewes und Jürgen Reitemeier. Im Interview spricht er über die aktuelle Situation. In den Neuerscheinungen Ihres Verlages ist Corona kein Hauptthema, wird aber als „zeitgenössisches Ereignis“ miterwähnt in „Mies gezockt“. Glauben Sie, dass Pandemie-Literatur für Leser erst dann spannend wird, wenn sie vorbei ist? Beispiele dafür wären „Monschau“ von Steffen Kopetzky oder „Eine Seuche in der Stadt“ von Ljudmila Ulitzkaja. Günther Butkus: Ich glaube nicht, dass viele Leser gezielt mach Romanen suchen, in denen es um die Auswirkungen der Pandemie geht. Aber ich könnte mir schon vorstellen, dass das Thema in künftigen Romanen auf vielfältige Weise eine Rolle spielen könnte.
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