Mit der Bürgerbeteiligung startet die erste Phase zur Aufwertung der Altstadt
Jetzt sind die Bielefelder dran

Bielefeld (WB) -

Ein Sandkasten mitten in der Altstadt, ein Gemüsebeet, Sitzgelegenheiten oder eine Station, an der Einkäufe und Fahrradtaschen geparkt werden können? Bürger sind jetzt aufgerufen, ihre Ideen für mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Bielefelder Altstadt mitzuteilen. Bis zum 21. März werden auf der Internetseite www.altstadtraum.de alle Anregungen gesammelt und anschließend ausgewertet.

Donnerstag, 04.03.2021, 05:51 Uhr aktualisiert: 04.03.2021, 06:01 Uhr
Die Karte auf der Internetseite führt schon fünf „Orte mit Potenzial“ auf. Die Bürger haben bis zum 21. März Gelegenheit, eigene Ideen einzubringen. Foto: Stadt Bielefeld

Die Bürgerbeteiligung ist ein wesentlicher Teil des Projektes altstadt.raum, das im vergangenen Jahr gestartet ist. Mehrere Workshops haben bereits unter Beteiligung der Kaufmannschaft, der Anwohner und anderer Interessenverbänden wie Schulen und Gastronomen stattgefunden.

In einem ersten Schritt wurden fünf Vorschläge für Orte mit Potenzial ausgearbeitet. Dazu zählen der Süsterplatz/Ritterstraße, Hagenbruchstraße/Altstädter Kirchplatz, Waldhof/Goldstraße und Welle/Steinstraße/Gehrenberg. Die Bürger können ab sofort für diese Bereiche ihre Ideen mitteilen und sich schon einmal Zeichnungen anschauen, wie die Straßenzüge einmal ausschauen könnten. Sie bekommen aber auch die Möglichkeit, auf einer Karte zusätzliche Bereiche innerhalb des Hufeisens zu markieren, an denen sie sich Verbesserungen und Verschönerungen vorstellen können.

„Die Planungen der vergangenen Jahrzehnte entsprechen nicht mehr den heutigen Ansprüchen“, erläutert Olaf Lewald, Leiter des Amtes für Verkehr den Hintergrund des Projektes. Nachgedacht werde auch über die Reduzierung und Regulierung des Verkehrs.

„Wir wollen Lust machen auf Veränderung“

Bis zum 21. März haben die Bürger Gelegenheit, ihre Stimme zur Altstadtgestaltung abzugeben. Der Prozess ist offen. Wer die Internetseite besucht, bekommt auch Informationen zu bereits unterbreiteten Vorschlägen.

Oliver Spree, der im Amt für Verkehr das Projekt altstadt.raum leitet, verspricht, dass alle Rückmeldungen gesammelt und ausgewertet werden. Und das sei nur die erste Öffentlichkeitsbeteiligung. Eine zweite folge, wenn von Mai bis September dieses Jahres einige Ideen ausprobiert und umgesetzt würden. Dabei werde aber noch nichts „in Stein gegossen“, betont Verkehrsamtsleiter Olaf Lewald und zieht den Vergleich zum Verkehrsversuch am Jahnplatz bevor der Umbau beschlossen wurde. „Das ist ein sehr sinnvoller Weg, um die Akzeptanz zu erhöhen“, sagt Lewald.

„Wir wollen Lust machen auf Veränderung“, ergänzt Projektleiter Oliver Spree. Welche Maßnahmen in einer Testphase in diesem Sommer zur Probe umgesetzt werden, darüber entscheiden am 13. April der Stadtentwicklungsausschuss sowie am 15. April die Bezirksvertretung Mitte. Und während der Testphase in diesem Sommer gibt es für die Bürger eine zweite Gelegenheit, ihre Meinung zu äußern und Anregungen zu geben. Mit der ersten konkreten Umsetzung von Ergebnissen rechnen Olaf Lewald und Oliver Spree dann im Herbst 2022.

Für die Aus- und Bewertung der Ergebnisse erhält die Stadt Bielefeld Fördermittel aus dem EU-Projekt ReVeAL. Neben der Leineweberstadt nehmen auch die Städte Padua (Italien), Helmond (Niederlande), Jerusalem (Israel), Vitoria-Gasteiz (Spanien) und London teil.

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