Im Bielefelder Tierpark Olderdissen hat die Zeit der Tierbabys begonnen
Gestreifter Wirbelwind und flauschige Küken

Bielefeld (WB) -

Braun-grau gestreift, neugierig und flink – der kleine Frischling im Wildschweingehege des Bielefelder Tierparks Olderdissen ist quietschfidel und steht seinen ausgewachsenen Artgenossen in nichts nach: Mit der Nase im Matsch wühlen, um nach etwas Fressbarem zu stöbern, hat er auch schon mit knapp drei Wochen perfekt drauf. Die Zeit der Tierbabys in Olderdissen hat begonnen, und der Frischling zählt zu den ersten Neuankömmlingen.

Mittwoch, 03.03.2021, 05:00 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 09:48 Uhr
Der knapp drei Wochen alte Frischling schaut sich genau an, wie Mama Fenna sich die Leckerbissen vom matschigen Boden holt und lässt sich die Mischung aus Mais, Katzenbrekkies und Brot, die die Tierpfleger „servieren“, auch schon selbst schmecken. Foto: Bernhard Pierel

Anders als in den Vorjahren ist der kleine Wirbelwind in seinem Revier allerdings „Einzelkämpfer“. „In diesem Jahr haben wir nur einen Frischling“, erklärt Chef-Tierpfleger Markus Hinker. Dass Bache Fenna am 12. Februar nur ein einziges Jungtier zur Welt gebracht habe, sei jedoch nicht ungewöhnlich. Denn sie selbst wurde erst im Dezember 2019 in Olderdissen geboren und ist nun zum ersten Mal Mama geworden.

Nachwuchs im Tierpark Olderdissen

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Und dass keine der anderen vier Bachen trächtig war, könnte auch mit Keiler Ruppi zu tun haben, der mit zwölf Jahren inzwischen „relativ betagt“ ist, so Hinker. Einen Namen hat der Frischling noch nicht – denn ob es ein kleiner Keiler oder eine Bache ist, wissen die Tierpfleger bislang nicht. In das Gehege zu gehen, um ihn zu untersuchen, wäre viel zu gefährlich. Dass er putzmunter ist, obwohl nach Markus Hinkers Schätzung mit aktuell etwa 750 bis 800 Gramm recht zart, ist jedoch leicht zu sehen. Zusätzlich zur Muttermilch lässt sich der Frischling die Futtermischung aus Mais, Katzenbrekkies und Brot schmecken wie die Großen.

Eine ganze Bande an Nachwuchs hat es in diesem Jahr ein Stück weiter im Tierpark bei den Jakobschafen gegeben. Dort sind neun Lämmer unterwegs und mit ihrem fast weißen Fell mit den schwarzen Punkten nicht nur gut zu sehen, sondern mit ihrem hellen Blöken auch weithin zu hören.

Die Tierpfleger Markus Hinker (rechts) und Till Hötker schauen, ob im Gehege alles in Ordnung ist.

Die Tierpfleger Markus Hinker (rechts) und Till Hötker schauen, ob im Gehege alles in Ordnung ist. Foto: Bernhard Pierel

Neben einer Zwillingsgeburt, die laut Markus Hinker bei der Schafrasse nicht so selten ist, gab es sogar zwei Mal Drillinge. Eines der Jungtiere hatte schon einen so großen Kopf, dass Markus Hinker helfen musste, es auf die Welt zu bringen. „Man konnte schon im Mutterleib die kleinen Hörnchen fühlen“, erzählt der Chef-Tierpfleger, für den trotz seiner Berufserfahrung solche Momente immer noch aufregend sind. Schließlich ging alles gut und dank der reichlichen Portionen an nahrhafter Muttermilch ist der kleine Bock inzwischen einer der größten unter den Lämmern.

Die Hühner in Olderdissen sind selbst noch nicht ganz in Brutstimmung, das wird erst Ende März oder im April der Fall sein, erklärt Tierpflegerin Andrea Günnemann. Trotzdem kuscheln sich unter der Wärmelampe in der mit weichem Streu ausgepolsterten „Kinderstube“ 13 kleine Küken – fünf Lakenfelder, drei Brahma-Hühner und fünf der Rasse Bielefelder Kennhuhn.

Die Eier hatte Andrea Günnemann in eine Brutmaschine mit wohltemperierten 37,6 Grad Celsius gelegt, bis die inzwischen zehn Tage alten Küken nach drei Wochen geschlüpft sind.

Noch sitzen die kleinen Hühnerküken in ihrer weich ausgepolsterten „Kinderstube“.

Noch sitzen die kleinen Hühnerküken in ihrer weich ausgepolsterten „Kinderstube“. Foto: Bernhard Pierel

Den nächsten Nachwuchs wird es in Olderdissen nun vermutlich bei den Zwergziegen und den Heidschnucken geben, vermutet Markus Hinker. Und auch in der Reiherkolonie in den hohen Buchen am Teich des Tierparks dürfte das Brutgeschäft sehr bald anlaufen – lautstarkes Tohuwabohu gibt es dort jedenfalls schon.

Einer wartet hingegen noch auf eine Partnerin. Weißstorch „Herr Meier“, der kurz vor dem Wintereinbruch im Tierpark angekommen ist, hat Schnee und Kälte gut überstanden und sitzt nun fleißig klappernd in seinem Horst auf der Futterscheune.

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