Das Franziskus Hospital Bielefeld legt seinen Geschäftsbericht 2020 vor
Ein Jahr der Rekorde trotz Corona

Bielefeld -

Das Corona-Jahr 2020 hat auch das Franziskus Hospital als Teil der Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen (KHO) vor ganz besondere Herausforderungen gestellt. „Ich bin beeindruckt, wie loyal und engagiert unsere 947 Mitarbeiter am Franziskus Hospital ihre Arbeit verrichtet haben. Besonders auf der Intensivstation hatten sie körperlich schwere Arbeit zu verrichten. Da kam es uns entgegen, dass wir im vergangenen Jahr 13 neue Pflegekräfte einstellen konnten“, berichtet Geschäftsführer Dr. Georg Rüter.

Samstag, 27.02.2021, 05:00 Uhr
Der Ärztliche Direktor Professor Dr. Oliver Micke, Pflegedienstleiter Siegmund Neu, Prokurist Ulrich Günzel und Geschäftsführer Dr. Georg Rüter haben den Jahresbericht des Franziskus Hospitals für 2020 vorgelegt.

Schnell wurde am „Klösterchen“ ein ehrenamtlicher Krisenstab einberufen, der die Mitarbeiter in 92 Corona-Infos über die aktuelle Pandemielage informierte und mit Handlungsempfehlungen versorgte. „Wir hatten fast keine Corona-Fälle unter den Mitarbeitern. Und auf der Intensivstation hat sich niemand angesteckt. Dort sind 100 Prozent der Mitarbeiter inzwischen geimpft“, sagt Rüter. Bezogen auf die Gesamtbelegschaft beträgt die Impfquote 75 Prozent.

Insgesamt, so Rüter, ging die Zahl der stationär behandelten Patienten zurück, wobei gleichzeitig die durchschnittliche Behandlungsschwere stieg. Damit sank die effektive Leistung am Franziskus Hospital um 9,1 Prozent. „Im Bundesdurchschnitt waren es 12 bis 15 Prozent“, freut sich Georg Rüter über das gute Abschneiden. In der Geburtshilfe verzeichnete das „Klösterchen“ zudem mit 1158 Entbindungen ein Rekordjahr. Rüter: „Es ist der dritthöchste Wert in der mehr als 150-jährigen Geschichte des Hauses.“

Ein Rekordniveau erreichte auch die Mitarbeiterzahl. Sie ist in den vergangenen zehn Jahren um 15 Prozent kontinuierlich gestiegen.

Investition von elf Millionen Euro

Und mit mehr als elf Millionen Euro investierte die KHO den höchsten Betrag in der Unternehmensgeschichte. 30 Prozent wurden durch öffentliche Fördermittel aufgebracht, der Rest durch Eigenleistungen.

Wie Prokurist Ulrich Günzel ausführt, wurde im großen Stil in den Brandschutz investiert. Im zweiten Quartal kann zudem ein neuer Feuerwehrfahrstuhl in Betrieb genommen werden. Ferner wurden patientenfreundliche Verbindungswege zwischen der Ambulanz und der Radiologie geschaffen. Günzel: „Investiert wurde auch in die IT-Infrastruktur. Hier spielt unter anderem das Einbringen von Künstlicher Intelligenz bei endoskopischen Untersuchungen eine wichtige Rolle.“

Weniger Strahlenbelastung

Beispielhaft erwähnt Professor Dr. Oliver Micke das neue Highend-CT-Gerät, das sowohl von der Strahlentherapie als auch der Radiologie genutzt werden kann und das 80 Prozent weniger Strahlenbelastung aufweist – ein enormer Vorteil, denn, so der Ärztliche Direktor Dr. Oliver Micke: „CTs tragen am stärksten zur Strahlenbelastung der Bevölkerung bei.“ Zudem konnte ein neues MRT-Gerät mit innovativer Untersuchungstechnologie angeschafft werden. Davon profitieren nicht zuletzt Krebspatienten besonders stark. Zudem wurde – wie bereits ausführlich berichtet – der Schwerpunkt der Krebsmedizin Anfang dieses Jahres gestärkt mit der Anbindung an das Krebszentrum Niedersachsen, dem das Franziskus Hospital als einziges Haus in OWL angehört.

Im Bereich der Pflegeausbildung konnte das Franziskus Hospital seine Kapazitäten verdoppeln. 65 Kandidaten haben in 2020 ihre Ausbildung nach der neuen generalistischen Pflegeausbildung begonnen. Darin werden die Kinder-, Alten- und Krankenpflege zusammengeführt. „Das macht den Beruf bedeutend attraktiver“, unterstreicht Pflegedienstleiter Siegmund Neu. Seit 2020 beginnen im hauseigenen Bildungszentrum gleich dreimal im Jahr neue Ausbildungslehrgänge.

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