Diese elf Fragen werden dem Theater Bielefeld zur Zeit besonders häufig gestellt
Alle und alles in der Warteschleife

Bielefeld -

Gute Nachrichten für Theater und Theaterpublikum sind rar bis nicht vorhanden. Der Lockdown zwingt fertige Produktionen in die Warteschleife. Noch gibt es keine Perspektive, wann und wie der Spielbetrieb aufgenommen werden kann; dafür viele Fragen vom Publikum ans Theater.

Montag, 08.02.2021, 05:30 Uhr
Die Corona-Pandemie stellt auch das Theater Bielefeld vor große Foto: Bernhard Pierel

Das sind die, die am häufigsten gestellt werden – und die Antworten des Theaters darauf.

Wann öffnet das Theater wieder?

Unbekannt. Solange die Coronaschutzverordnung des Landes NRW den Vorstellungsbetrieb von Theatern nicht erlaubt, ist eine Öffnung nicht möglich.

 

Wie viel Vorlauf benötigt das Theater vor einer Wiedereröffnung und warum?

Die Vorbereitungszeit beträgt sechs Wochen. Zum Neustart, wann immer der sein mag, plant das Theater Bielefeld eine Premieren-Serie. Dazu kommen Wiederaufnahmen und Konzerte. Dazu müssen Stücke, die inzwischen über Wochen oder gar Monate geruht haben, geprobt und technisch vorbereitet werden. Das ist eine logistische, künstlerische und auch körperliche Herausforderung.

 

Laufen am Theater zur Zeit Proben?

Der Probenbetrieb bleibt bis mindestens 14. Februar eingestellt.

 

Welche Bereiche des Theaters sind in Kurzarbeit?

Es gibt in fast allen Bereichen Kurzarbeit. Wer kann, arbeitet im Homeoffice. Künstlerinnen und Künstlern stellt das Theater Räume zur Verfügung, da es nicht allen möglich ist, zu Hause zu trainieren und zu üben.

 

Werden Mitarbeiter, die im Haus tätig sind, regelmäßig getestet?

Für alle die, die ihre Aufgaben zwingend im Theater verrichten müssen, gelten wirksame Arbeitsschutzstandards: die Nutzung von Einzelbüros, das Tragen von Masken im Gebäude, Abstandsregeln, Telefon- und Videokonferenzen.

 

Nachdem das Weihnachtsmärchen online ein großer Erfolg gewesen ist – warum werden dem Menschen nicht weitere Stücke als Stream zugänglich gemacht – auch gegen Gebühr?

Für den Live-Stream des „Räuber Hotzenplotz“ kamen viele positive Faktoren zusammen: der Premieren-Termin vor dem verschärften Lockdown, Familien als Zielgruppe, die künstlerische Machart mit wenigen Protagonisten auf der großen Bühne sowie Unterstützung durch Sponsoren. Auf diesem hohen Qualitätsniveau mit solchem technischen, personellen und finanziellen Aufwand kann das Theater im Moment keine weitere Produktion anbieten. Gemeinsam mit dem Ensemble wird an neuen Formaten gearbeitet, die voraussichtlich noch in diesem Monat vorgestellt werden können.

Steht bereits ein Spielplan für die neue Saison 2021/22 fest?

Es gibt eine Planung für die kommende Saison, die allerdings ständig überarbeitet werden muss. Die Spielplan-Gestaltung hängt maßgeblich davon ab, wann die Häuser wieder für den Spielbetrieb geöffnet werden dürfen. Momentan geht das Leitungsteam davon aus, Mitte Mai einen Spielplan für die Saison 2021/22 präsentieren zu können.

 

Ist dieser Spielplan weiterhin „Corona-gerecht“?

Theater und Philharmoniker planen möglichst flexibel, um sich an die jeweils aktuelle Situation und die entsprechenden Verordnungen anpassen zu können.

 

Was passiert mit den Inszenierungen, die aufführungsreif sind beziehungsweise nur kurze Zeit zu sehen waren?

Bühnen und Orchester bemühen sich darum, möglichst viele Produktionen, die bereits vorbereitet sind, zu realisieren. Dazu gehören fertig geprobte Stücke wie das Schauspiel „Frankenstein“ oder die Barockoper „Tamerlano“ sowie Stücke, die bisher nur wenige Vorstellungen hatten, wie das Musiktheater „Dunkel ist die Nacht, Rigoletto“ oder der Tanzabend „Im Rausch“. Was konkret umsetzbar ist, hängt davon ab, wann wieder mit dem Vorstellungsbetrieb begonnen werden darf.

 

Gibt es zur neuen Spielzeit trotz Pandemie Wechsel im Ensemble? Oder wurden Neuverpflichtungen insgesamt in den deutschen Theatern erst einmal ausgesetzt?

Das Theater Bielefeld besetzt zur nächsten Spielzeit jeweils eine Position im Schauspiel- und Tanzensemble neu. Intendant Michael Heicks freut sich darauf, das spartenübergreifende „Bielefelder Studio“ mit drei Neuengagements junger Künstlerinnen und Künstler fortzusetzen.

 

Falls diese Spielzeit nicht mehr aufgenommen werden könnte – plant das Theater trotzdem wieder Openair-Aufführungen wie im vergangenen Sommer?

Theater und Orchester werden so bald wie möglich wieder mit analogen Aufführungen präsent sein. Was genau in welcher Form und an welchem Ort gezeigt werden kann, hängt komplett von der Entwicklung der Pandemie ab.

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