Erneut fünf Todesfälle in Bielefeld – Stadt und RKI weisen weiterhin unterschiedliche Inzidenzwerte aus
53,9 oder 48,2?

Bielefeld (WB/mdel). -

Es gibt mittlerweile 14 laborbestätigte Nachweise von Corona-Mutationen in Bielefeld. Acht Corona-Fälle sind die britische Mutation und sechs (+2) Fälle die südafrikanische. „In allen Fällen läuft eine erweiterte Kontaktnachverfolgung“, teilt Daniel Steinmeier als Sprecher der Bielefelder Stadtverwaltung mit.

Freitag, 05.02.2021, 18:06 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 18:18 Uhr
14 laborbestätigte Nachweise von Corona-Mutationen gibt es mittlerweile in Bielefeld. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Es gibt weitere fünf Todesfälle im Zusammenhang mit Corona zu beklagen: eine Frau im Alter von 90 Jahren und vier Männer im Alter von 71, 87, 92 und 97 Jahren. Seit Beginn der Pandemie verzeichnet Bielefeld damit bisher 252 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona.

Am Freitagnachmittag hat die Stadtverwaltung dem Landeszentrum für Gesundheit (LZG) 26 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Damit steigt die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Bielefelder auf 9676. Als infektiös gelten aktuell 1738 Menschen.

72 Bielefelder werden aktuell in den Krankenhäusern behandelt. 28 davon liegen auf der Intensivstation und 18 werden auch beatmet. Die Zahl der Genesenen liegt bei 7686.

Die Meldeinzidenz der vergangenen sieben Tage ist laut Stadtverwaltung um 3,3 auf 53,9 pro 100.000 Einwohner gesunken. Das entspricht 180 Neuinfektionen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte Freitagnacht, 0 Uhr, bereits einen Inzidenzwert von 48,2 für Bielefeld ausgewiesen.

Dass die Angaben der Inzidenzwerte der Stadt und des RKI oder des LZG nicht identisch sind, hat folgenden Hintergrund: RKI und LZG legen bei den Meldungen jeweils den Zeitraum von 0 bis 24 Uhr zugrunde. Die Stadt meldet für den Zeitraum von 16 bis 16 Uhr. Statistisch betrachtet sind die RKI-Angaben exakter, die der Stadt etwas aktueller. Die erforderliche Angleichung aller Zahlen ist in Arbeit und soll zeitnah erfolgen.

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