Schneefall und Minusgrade bereiten dem Bielefelder Sozialdezernenten Sorge
Nürnberger ruft zur Hilfe für Obdachlose auf

Bielefeld (WB). -

Nach aktuellen Wetterprognosen erwartet Bielefeld ab Samstag einen Wintereinbruch mit erheblichem Schneefall und spürbarem Temperatureinbruch. Es stehen mehrere Tage mit Dauerfrost und Nachttemperaturen mit hohen Minusgraden bevor. Daher sorgt sich die Stadt umso mehr um die Menschen, die aktuell in Bielefeld auf der Straße leben.

Freitag, 05.02.2021, 15:32 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 15:34 Uhr
Um wohnungslosen Menschen beim Wintereinbruch zu helfen, hält die Stadt Bielefeld ausreichend Unterkunftsplätze bereit. Foto: dpa

„Die Stadt Bielefeld hält ausreichend geschützte Unterkunftsplätze für alle Betroffenen vor. Sie appelliert an die Betroffenen, sich an die Mitarbeiter der Stadt zu wenden, da bei den zu erwartenden Temperaturen schwerste gesundheitliche Schäden bis hin zum Tod durch Erfrierungen drohen“, teilt Margit Schulte Döinghaus als Sprecherin der Stadtverwaltung mit.

Die städtischen Streetworker werden in den nächsten Tagen verstärkt alle Plätze und Orte aufsuchen. Auch die Mitarbeitenden des Sozialdienstes Bethel sind mit Streetwork und Streetmed unterwegs, um Bedürftigen Hilfsangebote zu unterbreiten.

„Rufen Sie lieber einmal mehr als zu wenig an“, sagt Bielefelds Sozialdezernent Ingo Nürnberger.

„Rufen Sie lieber einmal mehr als zu wenig an“, sagt Bielefelds Sozialdezernent Ingo Nürnberger. Foto: Thomas F. Starke

Ebenso die Mitarbeitenden der Heilsarmee in Bielefeld, die insbesondere in den Abendstunden mit dem Kältemobil durch die Stadt fahren und Betroffene auf bestehende Hilfsangebote hinweisen sowie Heißgetränke verteilen. Daneben gibt es viele Bürger, die täglich versuchen, obdachlose Menschen in der Stadt zu unterstützen.

Wer dennoch in den nächsten Tagen auf den Straßen obdachlose Menschen trifft, kann diesen gern den Hinweis auf Obdachgewährung durch die Stadt Bielefeld weitergeben und die Verwaltung über die Telefonnummer 0521/51-3426 informieren oder die bekannten Notrufnummern der Polizei und Feuerwehr 110 und 112 anrufen.

„Rufen Sie lieber einmal mehr als zu wenig an. Die Stadt wird sich um die betroffenen Menschen kümmern. Ich danke allen, die sich um die Situation wohnungsloser Menschen sorgen oder auch Hilfen gewähren“, sagt Sozialdezernent Ingo Nürnberger.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7802368?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
93 Verletzte und 59 Festnahmen nach Protesten in Berlin
Die Polizei halten eine Teilnehmerin der Demonstration verschiedener palästinensischer Gruppen in Neukölln fest.
Nachrichten-Ticker