Stadt verabschiedet Bundeswehrsoldaten – vier Monate Corona-Hilfe im Gesundheitsamt
Im Aufklärungseinsatz

Bielefeld -

Vier Monate haben Soldaten der Bundeswehr ihren Dienstort, die Westfalen-Kaserne in Ahlen, mit dem Bielefelder Gesundheitsamt getauscht. Eingesetzt wurden die Kameraden in der Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten. Jetzt wurden sie von Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger verabschiedet.

Freitag, 05.02.2021, 08:28 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 08:30 Uhr
Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger bedankt sich bei den Soldaten, die im Gesundheitsamt Dienst getan haben. Foto: Thomas F. Starke

Die Soldaten tun sonst in der 4. Kompanie des Aufklärungsbataillons 7 Dienst, machen Spähaufklärung am Boden oder setzen Drohnen ein. Ihr Dienst in Bielefeld war auch eine Art Aufklärungseinsatz. Sie mussten aufspüren, wer mit einem Corona-Infizierten Kontakt hatte, mussten Quarantänen anordnen und hatten nicht selten auch einen guten Rat parat für die, die nun erst einmal nicht das Haus verlassen durften.

„Wir sind Soldaten, stellen uns unseren Aufgaben“, sagt Stabsfeldwebel Andreas Herrmann über den eher ungewöhnlichen Einsatz. Dieser sei durchaus spannend und abwechslungsreich gewesen. „Wir sind vom Team des Gesundheitsamtes wirklich super aufgenommen worden“, berichtet er. Natürlich seien die Menschen, die er und seine Kameraden kontaktieren mussten, nicht immer froh über den Anruf gewesen. Doch die meisten hätten verständnisvoll reagiert. „Und am Ende gab es auch einige , die sich später noch einmal gemeldet und sich bedankt haben.“

Ein dickes Dankeschön für die Soldaten gab es am Donnerstag auch von Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger. Die Soldaten seien zu einem Zeitpunkt gekommen, als das Gesundheitsamt der zahlreichen Corona-Infektionen kaum noch Herr zu werden drohte. „Von März bis September hatten wir in Bielefeld rund 1000 Corona-Infizierte“, so Nürnberger. Von Oktober bis Januar seien es dann 8500 gewesen.

Die Stadt Bielefeld hat das Corona-Team im Gesundheitsamt personell nun selbst aufgestockt. Die 20 Soldaten werden durch eigene, neue Kontakt-Scouts ersetzt. Norbert Wörmann, Leiter der Corona-Abteilung im Gesundheitsamt, sagt, dass die Zahl der Infektionen inzwischen deutlich heruntergegangen sei, sich die Lage entspannt habe. Das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel, dass alle Kontakte nachvollziehbar sein müssten, sei aktuell erreicht.

Während ihres Einsatzes wohnten die Soldaten in einem benachbarten Hotel. Und als einige von ihnen selbst in Quarantäne mussten, weil es im Kameradenkreis einen Corona-Fall gab, wurde von dort aus eben im „Home-Office“ weitergearbeitet.

Vorbildlich sei ihr Einsatz gewesen, lobte Nürnberger. In der Westfalen-Kaserne werden sie nun nach einer Woche Auszeit ab 15. Februar wieder ihren Regeldienst antreten.

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