Südafrikanische Variante in zwei weiteren Fällen nachgewiesen
Corona-Mutation: EvKB schließt Kinder-Notaufnahme

Bielefeld (WB/mdel). -

Am Evangelischen Klinikums Bethel (EvKB) ist in zwei weiteren Fällen die südafrikanische Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. Die Notaufnahme für Kinder (NoKi) des Klinikums wurde bis Dienstag, 9. Februar, geschlossen.

Donnerstag, 04.02.2021, 16:03 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 21:32 Uhr
Im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) ist in zwei weiteren Fällen die südafrikanische Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. Foto: Thomas F. Starke

Wie berichtet, hatte sich ursprünglich eine Mitarbeiterin der Klinik für Kinderchirurgie des EvKB mit der sogenannten B 1.351 Variante infiziert. Das hatte das regelmäßige Mitarbeitenden-Screening ergeben. Ein neues Verfahren des krankenhauseigenen Labors hatte den Hinweis auf die Virus-Variante gegeben. Die Sequenzierung durch das Centrum für Biotechnologie der Universität Bielefeld bestätigte das Ergebnis. Nun gibt es zwei weitere Fälle.

„Die Abstriche der Kinder, die auf der Station behandelt werden, sind bislang negativ. Den Mitarbeitenden mit positivem Testergebnis geht es weitgehend gut“, berichtet Univ.-Prof. Eckard Hamelmann, Ärztlicher Direktor des Kinderzentrums.

Das Screening-Ergebnis des neuen Testverfahrens im krankenhauseigenen Labor habe bei zwei weiteren Mitarbeitenden jetzt ebenfalls die südafrikanische Variante des Corona-Virus detektiert. Die genaue Genom-Sequenzierung durch das Centrum für Biotechnologie der Universität Bielefeld stehe noch aus. Es sei aber mehr als wahrscheinlich, dass die Sequenzierung das Ergebnis bestätige, so Hamelmann.

Wir werden die großflächige Kontaktnachverfolgung fortsetzen. Dazu gehört auch die Testung von Bielefelder Kindern und deren Angehörigen, die seit dem 25. Januar aus der Klinik entlassen wurden.

Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger

„Aus diesem Grunde müssen wir auch die Notfallversorgung für Kinder bis kommenden Dienstag einstellen, weil zwei der Getesteten Kontakt mit Mitarbeitenden der Kindernotaufnahme hatten. Wir wollen die Bevölkerung schützen und gehen deshalb kein Risiko ein“, erklärt der Ärztliche Direktor des Kinderzentrums die Sicherheitsmaßnahme. Das EvKB stehe weiterhin in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Auch der Rettungsdienst und die niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzte, die in der Notfallpraxis in der Kindernotaufnahme tätig sind, seien informiert worden.

Bis Dienstag, 9. Februar, 8 Uhr, gilt: Für lebensbedrohliche Notfälle ist die Versorgung im Kinderzentrum des EvKB sichergestellt. Weniger dringliche kinderchirurgische und pädiatrische Notfälle müssen bis Dienstag in anderen Krankenhäusern versorgt werden. Die Kindernotfallpraxis der niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzte bleibt außerhalb der Sprechzeiten der Kinderarztpraxen in der NoKi im Haus Gilead I geöffnet.

Wie bereits verlautet, nimmt das Bielefelder Gesundheitsamt direkt Kontakt mit den Familien bereits entlassener Patienten auf. „Das konsequente Vorgehen – insbesondere die vorübergehende Einstellung der Kindernotaufnahme – wird ausdrücklich begrüßt und ist auch so mit uns abgestimmt. Zudem werden wir die großflächige Kontaktnachverfolgung fortsetzen. Dazu gehört auch die Testung von Bielefelder Kindern und deren Angehörigen, die seit dem 25. Januar aus der Klinik entlassen wurden“, teilte Ingo Nürnberger, Krisenstabsleiter der Stadt Bielefeld, mit.

Neben der mehrtägigen Schließung der NoKi wurde bereits am Mittwoch ein Aufnahmestopp für die kinderchirurgische Klinik ausgesprochen. Der Zugang zur Klinik, die sich im Südostflügel des Hauses Gilead I befindet, erfolgt über eigene Zugänge, damit keine zusätzlichen Begegnungen zu anderen Mitarbeitenden oder Patienten des EvKB entstehen. Alle stationären Patienten und Mitarbeitenden der Klinik werden im Zwei-Tage-Rhythmus auf das Corona-Virus getestet. Für Mitarbeitende und Patienten, die in Kontakt mit den Mitarbeitenden standen, wurde eine 14-tägige Quarantäne ausgesprochen.

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