Am Montag, 8. Februar, soll es losgehen
Bielefelder Impfzentrum nimmt Betrieb auf

Bielefeld (WB/mdel). -

Seit Mitte Dezember ist das Impfzentrum an der Bielefelder Stadthalle einsatzbereit. Seitdem warten die Organisatoren auf den nötigen Impfstoff, um den Betrieb aufnehmen zu können. Die gute Nachricht: Am kommenden Montag, 8. Februar, soll es nun endlich losgehen.

Donnerstag, 04.02.2021, 14:04 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 17:50 Uhr
In der Messehalle der Bielefelder Stadthalle ist das Impfzentrum eingerichtet worden. Foto: Thomas F. Starke

In der Messehalle der Stadthalle werden am Montagnachmittag zunächst vier Impfstraßen geöffnet. „Geplant ist, dass wir am Anfang jeden Tag 200 Dosen verimpfen“, sagte Dr. Theodor Windhorst, der Leiter des Bielefelder Impfzentrums, auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage.

Das Impfzentrum soll zunächst an den Werktagen jeweils ab 14 Uhr öffnen. Ob der Betrieb auch am Wochenende weiterlaufen kann, hängt von der Frage ab, ob Bielefeld weiteren Impfstoff erhält. Windhorst ist da guter Dinge, weil Nordrhein-Westfalen ab Mittwoch rund 160.000 Dosen des neuen Impfstoffs von AstraZeneca erhalten soll. Der Impfzentrums-Leiter rechnet damit, dass der Bielefelder Anteil daran bei etwa zwei Prozent liegen wird.

Da der Impfstoff von AstraZeneca bei den über 65-Jährigen nicht eingesetzt wird, könnten Menschen profitieren, die in gefährdeten Berufsgruppen arbeiten. Windhorst zählt hierzu zum Beispiel Mitarbeiter der ambulanten Pflegedienste oder Rettungssanitäter. Diese sollen auch angesprochen werden, wenn im Impfzentrum abends noch Impfstoff von angebrochenen Dosen übrig sein sollte.

Impfung in der Betheler Kinderklinik

Bislang sind bis Ende April 22.000 Termine für Menschen vergeben worden, die über 80 Jahre alt sind. Windhorst versichert, dass auch für die zweite Impfung ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehen wird. Ebenso sollen die Mitarbeiter in der Betheler Kinderklinik zügig durchgeimpft werden. Dort ist in drei Fällen die südafrikanische Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. „Wir wollen aktiv den Gegenangriff herbeiführen“, sagt der Leiter des Bielefelder Impfzentrums.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) sollen die Impfungen in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen Ende Februar weitgehend abgeschlossen sein, so dass ab Montag alle 27 Impfzentren in Westfalen-Lippe ihre Arbeit aufnehmen können.

„Wir impfen so viel, wie Impfstoff da ist. Am Anfang werden die Zentren deshalb noch nicht unter Volllast arbeiten, aber das wird sich in den nächsten Wochen ändern. Sobald mehr Impfstoff geliefert wird, können wir zunehmend mehr Menschen einen Impftermin anbieten“, erklären Dr. Volker Schrage, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVWL und Thomas Müller, KVWL-Vorstand. Wann dies genau der Fall sein werde, lasse sich allerdings im Moment noch nicht sagen.

Einlass nur mit einem gültigen Termin

Bürger können nur dann in ein Impfzentrum eingelassen werden, wenn sie einen gültigen Termin für den jeweiligen Tag haben und der entsprechenden Priorisierungsgruppe angehören. Dies trifft in der ersten Phase ausschließlich auf Personen zu, die mindestens 80 Jahre alt sind. Sie dürfen sich von jeweils einer Person begleiten lassen, die jedoch nicht geimpft werden kann. Wer einen Termin vereinbart hat, aber nicht 80 Jahre oder älter ist, wird nicht geimpft.

Impfwillige, die über die Online-Buchung nur einen Erst-, aber keinen Zweittermin bekommen haben, sind aufgerufen, diesen Ersttermin unbedingt wahrzunehmen. Sie erhalten spätestens vor Ort im Impfzentrum am Tag der Erstimpfung einen Termin für die zweite Impfung. Die Bürger müssen nicht selbst aktiv werden.

Wie bereits in den vergangenen Tagen mehrfach berichtet ist es sowohl bei der Online-Buchung als auch bei der telefonischen Erreichbarkeit der Impfhotline wegen der extremen Auslastung vielfach zu Schwierigkeiten gekommen. Ende Januar verzeichneten die Impfhotlines beispielsweise täglich zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Anrufe.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7800159?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
Eine magische Botschaft für Max
Der siebenjährige Max, der an einem schnell wachsenden Hirntumor leidet, packt das Überraschungspaket der Ehrlich Brothers aus. „Die kennen sogar meinen Namen“, schwärmt er.
Nachrichten-Ticker