Opfer mit mehr als 100 Messerstichen getötet: Prozess gegen Paar (24/26) in Hannover
Mord an Bielefelder: Urteil erwartet

Bielefeld/Hannover -

Weil sie einen 28-Jährigen aus Bielefeld mit mehr als 100 Messerstichen getötet haben sollen, stehen eine 26 Jahre alte Frau und ihr 24 Jahre alter Freund in Hannover vor Gericht. An diesem Dienstagnachmittag wird am dortigen Landgericht das Urteil erwartet.

Dienstag, 02.02.2021, 09:37 Uhr aktualisiert: 02.02.2021, 10:08 Uhr
Symbolbild Foto: dpa

Die Staatsanwaltschaft Hannover wirft dem Paar heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen vor. Die Leiche sollen die Angeklagten auf einem Friedhof abgelegt und verscharrt haben.

Der Anklage zufolge lernte die Frau das Opfer über ein Dating-Portal im Internet kennen. Anfang 2019 trafen sie sich das erste Mal in Bielefeld. Nachdem der 28-Jährige die Beziehung nach kurzer Zeit beendete, zeigte die Frau ihn wegen Vergewaltigung an. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld stellte das Verfahren allerdings ein.

Im April 2020 soll die Frau dann aus Rache wegen der angeblichen Vergewaltigung zusammen mit ihrem neuen Freund, dem zweiten Angeklagten, das Opfer nach Hannover gelockt haben. In der Wohnung ihres Freundes sollen die beiden den Bielefelder erst mit Pfefferspray überwältigt und anschließend mit mehr als 100 Messerstichen getötet haben.

Das Opfer starb nach der Attacke mit einem japanischen Kampfmesser am Blutverlust nach Verletzungen an Herz und Milz. Friedhofsgärtner fanden die halb verscharrte Leiche auf einem Friedhof in der Nähe des Tatortes.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7795954?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
Linnemann sieht „Systemfehler“
Carsten Linnemann fordert Nachbesserungen bei der Öffnungsstrategie.
Nachrichten-Ticker