Überfrierende Nässe sorgt für tückisches Blitzeis zum Wochenstart
Mehr als 100 Unfälle in Bielefeld

Bielefeld (WB/mdel/cm). -

Der Start in den Februar hat sich für viele Bielefelder zur Rutschpartie entwickelt. Passend zum Start in den Berufsverkehr, gegen 5.45 Uhr, bildete sich auf den Straßen durch überfrierende Nässe tückisches Blitzeis.

Montag, 01.02.2021, 11:05 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 14:36 Uhr
Der Streudienst der Stadt rückte aus, um Straßen sowie die Geh- und Radwege vom Blitzeis zu befreien. Foto: Bernhard Pierel

Polizeisprecher Michael Kötter sprach auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage von „außergewöhnlichen Verhältnissen“ auf den Bielefelder Straßen. Sie seien stellenweise spiegelglatt und nicht mehr befahrbar gewesen. Zu mehr als 100 Unfällen seien seine Kollegen gerufen worden. „Menschen wurden nach dem jetzigen Stand glücklicherweise nicht schwerer verletzt“, sagte Kötter. Man habe überwiegend Sachschäden aufgenommen – zum Beispiel wenn ein Wagen in ein parkendes Fahrzeug gerutscht sei.

Blitzeis in Bielefeld

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    Foto: Christian Müller
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    Foto: Andre Best
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Eine Unfallhäufung habe man im Bielefelder Süden festgestellt. Kötter nannte hier die Paderborner Straße, Bethel oder auch die Bodelschwinghstraße. Auf den Autobahnen seien nicht so viele Unfälle festgestellt worden.

Eine Unfallhäufung habe man im Bielefelder Süden festgestellt. Kötter nannte hier die Paderborner Straße, Bethel oder auch die Bodelschwinghstraße. Auf den Autobahnen seien nicht so viele Unfälle festgestellt worden.

Bielefelds Feuerwehrchef Hans-Dieter Mühlenweg berichtete, dass der Rettungsdienst am Montagmorgen zwischen 7 Uhr und 12.15 Uhr zu 95 wetterbedingten Einsätzen ausgerückt sei. „Der Bereich in unserer Fahrzeughalle, wo unsere Rettungswagen stehen, war heute Morgen wie leergefegt. Wir hatten ein erhöhtes Aufkommen an Einsätzen und orderten den Tagesdienst in die Halle. Zusätzlich haben wir sämtliche Reserve-Fahrzeuge an den Start gebracht und waren mit 15 weiteren Rettungsfahrzeugen im Einsatz.“

Lange Schlangen an den Krankenhäusern

Diese Herausforderung galt es zu meistern. Zwar waren sämtliche Rettungsfahrzeuge besetzt, geholfen haben auch die Bielefelder Hilfsorganisationen der gGmbH und Mitarbeiter, die aus der Freizeit kamen und als Rettungsdienstmitarbeiter unterstützten, jedoch zeigten sich an den Bielefelder Krankenhäusern schnell lange Schlangen.

„Jetzt hatten wir die Herausforderung, die Patienten auch in den Notaufnahmen und Krankenhäusern medizinisch zu behandeln. Deshalb unterstützten wir das Krankenhauspersonal mit zehn weiteren Mitarbeitern, damit die Rettungsmittel schnell wieder frei waren und zum nächsten Einsatz eilen konnten.“

Für Mühlenweg selbst begann der Trubel bereits auf dem Weg zur Arbeit. An der Kreuzung Bodelschwinghstraße/Osningstraße waren zwei Fahrzeuge in einen Unfall verwickelt. „Ich stieg aus und erkundigte mich, ob es Verletzte gab. Glücklicherweise blieb es bei Blechschäden. Nachdem ich die Unfallstelle abgesichert hatte, kam es auf der spiegelglatten Fahrbahn zu weiteren Unfällen. Die Kollegen der Polizei hatten bei ihrem Eintreffen an der Ecke etwa sieben bis acht Unfallbeteiligte zu betreuen.“

Jede Menge zu tun hatten zum Wochenstart auch die Streudienste. Ihnen kam die Aufgabe zu, die Straßen sowie die Geh- und Radwege vom Blitzeis zu befreien.

Mobiel, das Verkehrsunternehmen der Bielefelder Stadtwerke, meldete kurz nach 7 Uhr: „Wegen der Eisglätte können wir leider vorerst den Bus-Fahrplan nicht mehr einhalten. Die Lage ist in den vergangenen Minuten nicht übersichtlicher geworden. Auch die zahlreichen Verkehrsunfälle führen zu Verspätungen auf vielen Strecken.“ Ein Bus selbst sei aber noch nicht in einem Unfall verwickelt gewesen. Zuvor kam die Meldung: „Inzwischen mussten Busse auf 16 Linien die Fahrt unterbrechen. Betroffen sind in erster Linie Strecken, die über die Bergstraßen führen.“

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