Sennestadt GmbH befürchtet Nachteile für die Klimaschutzsiedlung Schillinggelände
Stadtverwaltung will Änderung

Bielefeld (WB). -

Das Baufeld ist geräumt, im März wird mit dem Kanalbau begonnen: Die Klimaschutzsiedlung Schillinggelände soll schnell Gestalt annehmen. Für Irritationen sorgt jedoch die geplante Änderung der Teilfläche südwestlich der Paderborner Straße, begrenzt durch Kreuzkirche und Altmühlstraße im Süden, die jetzt auf der Tagesordnung der Sennestädter Bezirksvertretung stand.

Montag, 01.02.2021, 04:37 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 04:40 Uhr
Das Schillinggelände: Die Bezirksvertretung muss über die Änderung eines Teilbereiches des Bebauungsplanes entscheiden. Betroffen ist das als Urbanes Gebiet ausgewiesene Areal entlang der Paderborner Straße. Foto: Thomas F. Starke

Während die CDU-Fraktion der Änderung zustimmen wollte, hatte die SPD Beratungsbedarf und beantragte die erste Lesung. Eine Entscheidung wird frühestens in der nächsten Sitzung am 4. März gefällt.

Betroffen von der Änderung ist das Areal entlang der Paderborner Straße, das als Urbanes Gebiet ausgewiesen ist und das etwa zu 50 Prozent in privatem Besitz ist und zu 50 Prozent der Sennestadt GmbH gehört. Die Verwaltung begründet die Bebauungsplanänderung damit, dass derzeit der kurz- bis mittelfristige Rückbau der Paderborner Straße nicht erkennbar sei, dies jedoch Grundlage der Planungen sei. Vor diesem Hintergrund sollen sowohl die Erschließungsmöglichkeiten als auch das Nutzungskonzept für diesen Bereich überprüft und nachjustiert werden.

Das Gebiet der Klimaschutzsiedlung liegt südlich hinter der Teilfläche, die für die der Bebauungsplan geändert werden soll, ist also eigentlich nicht betroffen. So heißt es auch aus dem Bauamt: „Die Änderung des Bebauungsplanes in einem Teilbereich zu diesem Gebiet hat keine Auswirkungen hinsichtlich der Zulässigkeit von Bauvorhaben. Die Bautätigkeit kann in diesem Bereich wie geplant vorangehen.“

Investor befürchtet Nachteile

Bernhard Neugebauer, Geschäftsführer der Sennestadt GmbH, die Investor der Klimaschutzsiedlung ist, befürchtet dennoch Nachteile für das Projekt. Er zweifelt an, dass die Stellungnahme des Landesbetriebs Straßen NRW, der als Baulastträger für die Paderborner Straße zuständig ist, eine alternative Erschließung erfordere. Sollte das dennoch der Fall sein, könne man darüber reden. Größere Probleme sieht er bei der Änderung des Nutzungskonzeptes. Dies könnte Nachteile für die anspruchsvolle Planung von Wohnraum bringen.

Denn das Teilgebiet, das jetzt zur Diskussion steht und unmittelbar an die Klimaschutzsiedlung anschließt, ist aktuell noch als Urbanes Gebiet ausgewiesen. Der Nutzungskatalog erlaubt laut Bauverordnung darin Wohnbebauung, Bürogebäude, nicht störendes Gewerbe und Anlagen für Verwaltungen sowie kirchlich, kulturelle, soziale und gesundheitlich/sportliche Zwecke. Und das sei mit den hohen Ansprüchen der Klimaschutzsiedlung vereinbar, betont Neugebauer, andere Bauten wie zum Beispiel ein Parkhaus aber nicht.

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