Bünting testet Automaten und Supermärkte ohne Personal – Umsatzsprung im Coronajahr
Combi plant Läden auf dem Land

Bielefeld/Nortmoor (WB) -

Die Bünting-Gruppe mit den Supermarktketten Combi, Jibi und Famila Nordwest forciert nach der Konsolidierung ihre Wachstumsstrategie. Das Handelsunternehmen mit 200 Einkaufsmärkten von der Küste bis zum Sauerland arbeitet an der Modernisierung und Eröffnung weiterer Filialen.

Mittwoch, 27.01.2021, 04:01 Uhr aktualisiert: 27.01.2021, 10:24 Uhr
Der rund um die Uhr nutzbare Combi-Verkaufsautomat in Oldenburg ist direkt an einen Markt angedockt. Das Pilotprojekt soll künftig in weitere Regionen kommen – womöglich auch in OWL.

Dabei sollen Märkte zumindest in Randzeiten auch ohne Personal getestet und der Einkauf rund um die Uhr an Automaten ausgebaut werden. Auf diesen Modellen aufbauend plant Bünting-Chef Markus Buntz auch kleine Läden auf dem Land

„Mit Hilfe der Digitalisierung und hybrider Modelle werden Märkte auch dort wirtschaftlich darstellbar, wo dies bislang nicht der Fall war“, sagt Buntz. So könne Bünting auch auf kleinen Flächen die Grundversorgung ermöglichen.

Das Unternehmen geht mit Schwung ins neue Jahr. Die Krise mit Millionenverlusten in den Jahren 2015 bis 2017 und der Aufgabe von rund 30 Märkten scheint Bünting hinter sich gelassen zu haben. 2019 wuchs der Umsatz auf 1,53 Milliarden Euro – auf vergleichbarer Fläche ein Plus von 3,2 Prozent. Der operative Gewinn stieg um ein Viertel auf 19,7 Millionen, der Überschuss ebenso stark auf elf Millionen Euro. Im Corona-Jahr 2020, für das die Bilanz erst noch erstellt wird, sei der Umsatz um mehr als 15 Prozent nach oben gesprungen. Die Zahl der Mitarbeiter ist von 12.100 auf 12.500 gestiegen. Durch Corona habe sich der Umsatz im Onlinehandel verdoppelt, er mache aber bisher nur einen prozentual einstelligen Anteil aus.

Seit August testet Bünting in der Oldenburger Innenstadt einen rund um die Uhr nutzbaren Verkaufsautomaten mit 500 Artikeln. „Mit gutem Erfolg“, sagt Buntz. Im September solle in Emden ein Markt mit 500 Quadratmetern Verkaufsfläche und 5000 Artikeln eröffnet werden, der in Kernzeiten mit Personal und in Randstunden als digitaler und kameraüberwachter SB-Markt betrieben werde. Verbraucher können sich per Kundenkarte oder Ausweis Zutritt verschaffen und den Einkauf an Kassen selbst scannen. Bünting dürfte dabei auf Kassensysteme des Paderborner Herstellers Diebold Nixdorf setzen, die schon in mehreren Märkten eingesetzt werden.

„Wir wollen mit beiden Pilotprojekten weitere Erfahrungen sammeln und die Formate dann in die Fläche und damit auch nach OWL bringen“, sagt Buntz.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7785535?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
Kwasniok folgt auf Baumgart
Lukas Kwasniok wird neuer Cheftrainer in beim SC Paderborn 07.
Nachrichten-Ticker