Arbeiten im Bielefelder Zentrum im Zeitplan – Pflaster-Verlegung am Oberntorwall wird vorgezogen
Jahnplatz-Steine halten dem Qualitätstest stand

Bielefeld (WB) -

Noch ist nicht abschließend geklärt, woher ein Teil der Natursteine kommt, die auf dem Jahnplatz verbaut werden und was für Steine das eigentlich sind. Aber aus Sicht des Amtes für Verkehr steht jetzt fest: Auch für die tatsä

chlich gelieferten Steine gebe es „keine Zweifel an an der Einhaltung der geforderten Qualitätsvorgaben“. Der Einbau könne daher „uneingeschränkt fortgesetzt“ werden.

Dienstag, 26.01.2021, 05:56 Uhr aktualisiert: 26.01.2021, 06:03 Uhr
Damit sich Steine und Mörtel dauerhaft verbinden, finden die temperaturanfälligen Pflasterarbeiten auf dem Jahnplatz unter winterlichen Bedingungen derzeit in Zelten statt. Foto: Bernhard Pierel

Testergebnisse hätten vor zwei Wochen bestätigt, dass die gelieferten Steine die erforderlichen Werte in Bezug auf Dichte, Wasseraufnahmevermögen und Druckfestigkeit erfüllen, sagt Dirk Vahrson vom Amt für Verkehr. 56 Mal wurde dazu ein Frost- und Tauwechsel durchgeführt.

Das Ergebnis einer mineralogischen Prüfung steht Vahrson zufolge noch aus. Sie soll klären, ob es sich bei einem Teil der Lieferung wie vermutet um einen Anorthosit aus Norwegen handelt. Bestellt worden war aber ein Granit aus Portugal. Die Frage nach einer vergleichbaren Qualität sei ausgeräumt, sagt Dirk Vahrson. Jetzt gehe es allenfalls noch darum, ob die Baufirma eine verlängerte Gewährleistung einräumen oder mit dem Preis runtergehen soll.

Arbeiten im Zelt

Wenn Dirk Vahrson am Donnerstag die Bezirksvertretung Mitte über den Stand der Bauarbeiten informiert, wird er auch mitteilen, dass sich das Gesamtprojekt im Zeitplan befindet. Nachdem es zunächst zu Verzögerungen gekommen war, habe man wieder Zeit aufholen können. Dazu soll jetzt auch der Einsatz einer dritten Pflasterkolonne beitragen. Im Februar soll diese Kolonne mit der Pflasterverlegung vor den Geschäften am Oberntorwall beginnen – eine Arbeit, die vorgezogen wird, um den Corona-Lockdown zu nutzen. Dadurch sollen die Behinderungen für die Geschäfte verringert werden für den Zeitpunkt, ab dem sie wieder öffnen dürfen, so Vahrson.

Unterdessen laufen die Tiefbauarbeiten rund um den Jahnplatz trotz winterlicher Bedingungen weiter. Weil die Verlegung der Natursteine mit Fugen aus Mörtel temperaturempfindlich ist, findet sie in Zelten statt. „Die Arbeiten der ersten Bauphase werden aller Voraussicht nach planmäßig im April abgeschlossen“, stellt Dirk Vahrson fest. Danach wechseln die Baufelder auf die jeweils gegenüberliegende Straßenseite.

Baubeginn an Haltestellendächern

Etwas verspätet starten zuvor noch die Arbeiten an den südlichen Haltestellendächern. Am 1. Februar sollen vorbereitende Arbeiten beginnen, Mitte Februar sollen dann die ersten Stützpfeiler der neuen Dächer sichtbar in die Höhe wachsen. Die Arbeiten an den Dächern können eventuell länger dauern, Dirk Vahrson zufolge behindere das aber nicht den Seitenwechsel der Baufelder.

Inzwischen abgeschlossen sind die Arbeiten auf der Ostseite der Herforder Straße. Das Umschwenken der Baustelle auf die Westseite ist erfolgt. Die bisherige Verkehrsführung bleibt dabei erhalten. Der geringe Verkehr Richtung Jahnplatz kann schon auf den neuen Spuren fahren.

Für die gestalterisch aufwendigen Jahnplatz-Lampen („Nachtsonnen“) war nach statischen Problemen eine Umplanung bei der Verspannung nötig. Für die Entwicklung und Lieferung laufe derzeit die Ausschreibung. Wie Dirk Vahrson berichtet, sollen die Lampen Anfang 2022 montagebereit sein.

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