Betroffene Senioren aus Bielefeld reagieren umsichtig
Schockanrufer gehen leer aus

Bielefeld (WB). -

Erneut haben Schockanrufer in Bielefeld Unruhe gestiftet. In allen drei Fällen reagierten die betroffenen Senioren umsichtig und informierten die Polizei. Die Gangster am anderen Ende der Telefonleitung gingen leer aus.

Freitag, 15.01.2021, 13:57 Uhr aktualisiert: 15.01.2021, 14:00 Uhr
Die Bielefelder Polizei warnt vor Schockanrufern. Foto: dpa

Der erste Schockanruf ging am Mittwoch gegen 13 Uhr bei einer 83-jährigen Bielefelderin ein. Die Trickbetrüger gaben sich am Telefon als ihr Sohn und als Polizeibeamter aus. Der vermeintliche Sohn teilte mit, dass er einen schweren Unfall verursacht hätte, bei dem ein Mensch tödlich verunglückt sei. Er sei bei der Polizei in Paderborn und müsse einen fünfstelligen Betrag zahlen, um der Untersuchungshaft zu entgehen.

Die besorgte Rentnerin willigte ein und holte das angeforderte Geld von der Bank. Als sie ihren echten Sohn zwischenzeitlich zurückrief, erklärte dieser, dass er sie nicht angerufen habe. Zwei weitere Anrufe der Betrüger am Abend nahm die Frau nicht mehr entgegen. Einen Tag später informierte sie die Polizei. Die Beamten begleiteten die verunsicherte Bielefelderin zur Bank, um ihr Bargeld wieder sicher zu verwahren.

Bürger aus Schildesche und Sennestadt meldeten am Donnerstag zwei weitere Anrufe von Trickbetrügern, die zum Glück von den Opfern entlarvt wurden.

Eine 86-jährige Bielefelderin hatte einen Anruf von ihrer vermeintlichen Cousine erhalten, die um einen fünfstelligen Geldbetrag bat. Die Bielefelderin wurde skeptisch und legte auf. Kurz darauf riefen die dreisten Betrüger als vermeintliche Polizisten an, um zu erfragen, ob die Seniorin einen ominösen Anruf erhalten habe. Erneut wurde sie misstrauisch, legte auf und rief bei der Polizei an, um den Betrugsversuch zu melden.

Auch ein 85-jähriger Bielefelder fiel nicht auf die Masche der Betrüger herein. Eine Frau gab sich als seine Enkelin aus und erfragte eine hohe Geldsumme zur Reparatur ihres Wagens. Er beendete das Gespräch.

In den bislang gemeldeten Fällen waren die Betrüger erfolglos, da die Bielefelder die Betrugsmaschen in den verschiedenen Varianten erkannten.

Die Polizei warnt davor am Telefon Informationen über die finanziellen Verhältnisse preiszugeben und sich vom Anrufer unter Druck setzten zu lassen. Zudem sollten niemals Geld oder Wertsachen hinterlegt oder übergeben werden. „Legen Sie auf und rufen sie die echte Person zurück, die sie vermeintlich angerufen hat und überzeugen sie sich davon, mit der richtigen Person zu sprechen“, rät Polizei-Sprecher Fabian Rickel.

Opfer einer Telefon-Betrugsmasche sollten sich unter Tel. 0521/545-0 bei der Bielefelder Polizei melden.

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