Inzidenzzahl von mehr als 200 in den Kreisen Höxter, Minden-Lübbecke und Gütersloh sowie in Bielefeld
OWL zählt landesweit zu Corona-Hotspots

Bielefeld/Höxter (WB/dpa) -

Die Corona-Ansteckungszahlen in weiten Teilen von Ostwestfalen-Lippe lagen am Wochenende über oder nah am Warnwert von 200 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Damit zählt die Region NRW-weit zu den Hotspots.

Sonntag, 10.01.2021, 20:52 Uhr aktualisiert: 10.01.2021, 21:26 Uhr
Sehr ruhig war es am Wochenende in der Innenstadt von Höxter. Foto: Michael Robrecht

Mit einer Inzidenzzahl von 258 lag der Kreis Höxter in der Statistik des Robert-Koch-Instituts (RKI) landesweit auf dem zweiten Platz hinter dem Oberbergischen Kreis (292). Knapp über dem Schwellenwert von 200 lagen die Stadt Bielefeld (207) und der Kreis Gütersloh (RKI: 203; eigene Berechnung des Kreises: 198). Der Kreis Minden-Lübbecke, der beim RKI mit 174,9 geführt wurde, überschritt nach eigenen Berechnungen mit einer Inzidenz von 211 ebenfalls den Schwellenwert. Weitere Hotspots waren die Städte Gelsenkirchen (231) und Herne (210) sowie der Kreis Recklinghausen (229).

Regionen, in denen der Inzidenzwert über 200 liegt, können im Einvernehmen mit dem NRW-Gesundheitsministerium zusätzliche Schutzmaßnahmen anordnen. Im Kreis Höxter gilt nun, dass Privathaushalte nur noch eine haushaltsfremde Person in ihrer Wohnung empfangen dürfen, wobei betreuungspflichtige Kinder nicht mitgezählt werden. Das hat beispielsweise zur Folge, dass eine erwachsene Tochter ihre Eltern in deren Wohnung besuchen darf, die Eltern aber nicht gemeinsam ihre Tochter in deren Wohnung. Eine solche Regelung verfügte auch der Oberbergische Kreis.

In Bielefeld sind trotz Überschreitung des Schwellenwerts bislang keine über die neue Landesregelung hinausgehenden Beschränkungen erlassen worden. Im Kreis Gütersloh gibt es sogar eine Lockerung: In der Nacht zu Montag endete die am 28. Dezember verhängte Ausgangsbeschränkung, die für die Zeit zwischen 22 und 5 Uhr verfügt worden war.

Bund und Länder hatten am Dienstag eine Verlängerung des Lockdowns mit verschärften Kontaktbeschränkungen beschlossen. Die dabei vereinbarte und von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zunächst auch für NRW in Aussicht gestellte Regelung, dass für die Bürger in besonders betroffenen Kommunen eine Bewegungseinschränkung von 15 Kilometern rund um den Wohnort gelten soll, fehlt allerdings in der neuen NRW-Coronaverordnung.

In NRW beginnt an diesem Montag der verschärfte Lockdown mit drastischen Einschränkungen. Schulen gehen in den Distanzunterricht und Kitas betreuen nur noch in reduziertem Umfang. Überall dürfen sich Menschen aus einem Haushalt im öffentlichen Raum nur noch mit einer weiteren Person treffen – zu betreuende Kinder nicht mitgerechnet.

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