Immer weniger kalte Wintertage in Bielefeld
2020: weniger Sonne, dennoch wärmer

Bielefeld WB -

Weniger Extreme und insgesamt wärmer – so lässt sich das Wettergeschehen in Bielefeld im vergangenen Jahr bilanzieren. Zwar gab es im Vergleich zu den beiden Vorjahren zum Teil deutlich weniger Sonnenstunden, aber auch weniger wirklich kalte Tage im Winter.

Sonntag, 10.01.2021, 10:00 Uhr aktualisiert: 10.01.2021, 12:00 Uhr
Zwar schien die Sonne 2020 in Bielefeld weniger als in den Vorjahren, insgesamt war das Jahr jedoch im Durchschnitt wärmer als die Jahre zuvor. Foto: Armin Weigel (dpa)

Das belegen die Wetterdaten der Station in Deppendorf und der Stationen der Stadtwerke. Mit 35,4 Grad Celsius war der 8. August im vergangenen Jahr der wärmste Tag des Jahres, am kältesten war es mit -5,8 Grad, gemessen in Deppendorf, am 30. März. In den beiden Vorjahren war es in der Spitze mit 39 (2019) und knapp 37 (2018) Grad wärmer und mit -9,6 (2019) und -10,9 (2018) Grad deutlich kühler. Während es im vergangenen Jahr 41 Sommertage, also Tage mit einer Höchsttemperatur von mindestens 25 Grad, gab, waren es in den beiden Jahren davor mit 53 (2019) und 75 (2018) erheblich mehr.

Dafür gibt es in Bielefeld immer weniger kalte Tage. 2020 wurden 44 Frosttage (Tage, an denen die Lufttemperatur in zwei Metern Höhe zeitweise unter 0 Grad Celsius sinkt) gemessen, so wenig wie seit Jahren nicht mehr. Es gab nicht einen einzigen Eistag (ein Tag mit einem Temperaturmaximum unter dem Gefrierpunkt). 2019 hatte es noch drei Eistage gegeben, 2018 deren neun. Gerade die mittlere Zahl der Frost- und Eistage dient zur Charakterisierung des Klimas.

Während die Durchschnittstemperatur in Bielefeld steigt – sie lag nach den Messdaten der Stadtwerke 2020 bei 12,3 Grad – ging auch in Bielefeld die Niederschlagsmenge zurück. Mit je nach Standort 613 bis 810,5 Litern pro Quadratmeter waren es etwa fünf Prozent weniger als im Jahr davor, lediglich im „Hitzejahr“ 2018 mit fast 2000 Sonnenstunden war es noch trockener. Der meiste Niederschlag an einem Tag wurde 2020 am 23. Februar mit 26,4 Litern pro Quadratmeter gemessen. Überhaupt war der Februar 2020 deutlich zu nass, dafür gab es den Rest des Jahres im Mittel zu wenig Regen, am wenigsten im April.

Auch wenn es im Schnitt wärmer wurde (nach den Messdaten der Stadtwerke betrug die Durchschnittstemperatur in Bielefeld im vergangenen Jahr 12,3 Grad), zeigte sich die Sonne am Teutoburger Wald 2020 nicht so häufig wie in den Jahren davor. Mit 1685 (Messpunkt Deppendorf) beziehungsweise 1616 (Messstationen Stadtwerke) Sonnenstunden gab es knapp weniger als 2019, aber immer noch deutlich mehr als beispielsweise 2017 (1435). Am besten hatten es die „Sonnenanbeter“ 2020 im April (282 Sonnenstunden), am wenigsten ließ sich die Sonne im Dezember (14,5 Stunden) blicken.

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