Zum Jahresende waren 15.230 Bielefelder auf Jobsuche
Arbeitslosenzahl steigt 2020 um 16,2 Prozent

Bielefeld (WB). -

Die Corona-Pandemie hat auf dem Arbeitsmarkt ihre Spuren hinterlassen. In den vergangenen zwölf Monaten ist die Arbeitslosenzahl in Bielefeld um 2127 Menschen angestiegen. Das entspricht einem Plus von 16,2 Prozent.

Mittwoch, 06.01.2021, 05:25 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 05:31 Uhr
Die Arbeitslosenzahl ist in Bielefeld wieder angestiegen. Die Arbeitsagentur macht hierfür den Lockdown und typische saisonale Schwankungen verantwortlich. Foto: dpa

Insgesamt waren im Dezember 15.230 Bielefelder auf Jobsuche. Im Vergleich zum November sind das 136 Menschen mehr (+0,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit auf 8,4 Prozent, nachdem sie im Dezember 2019 noch bei 7,3 Prozent gelegen hatte.

Nach Angaben der Arbeitsagentur entwickelt sich der Arbeitsmarkt in der Stadt Bielefeld zurzeit schwächer als in anderen Teilen von Ostwestfalen-Lippe, nachdem die Arbeitslosenzahl zuvor drei Monate in Folge rückläufig gewesen war. Agenturchef Thomas Richter macht dafür sowohl den Lockdown als auch die saisonal typischen Schwankungen, zum Beispiel die geringere Arbeitskräftenachfrage im Garten- und Landschaftsbau, verantwortlich.

„Die jüngste Belebung am Arbeitsmarkt dürfte vorerst an ein Ende gekommen sein. Branchen wie das Hotel- und Gastronomiegewerbe und der Einzelhandel, die in Bielefeld stärker vertreten sind, trifft der Lockdown besonders“, sagt Richter. Der nur leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit zeige aber, dass auch die meisten der stärker von den Beschränkungen betroffenen Unternehmen ihre Belegschaften hielten – in der Erwartung einer konjunkturellen Aufhellung im Jahreslauf 2021.

Im Januar rechnet die Agentur mit weiter ansteigenden Zahlen. Für gewöhnlich ist der Januar einer der Monate mit den höchsten Arbeitslosenzahlen im Jahreslauf. „Nun steht zu erwarten, dass die vorübergehenden Beschränkungen zum Gesundheitsschutz den Arbeitsmarkt zusätzlich dämpfen werden. Arbeitskräfte in der Arbeitnehmerüberlassung waren beispielsweise schon im Dezember weniger gefragt“, erklärt Richter.

Ein ähnlich starker Anstieg der Arbeitslosigkeit wie im Frühjahr 2020 müsse derzeit nicht befürchtet werden. „Im Frühjahr hat die Pandemie die Entscheider in Gänze unvorbereitet getroffen. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Dass die Bevölkerung nun nach und nach geimpft wird, darf zuversichtlich stimmen“, meint Richter.

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