Quote im Dezember 2020 in Bielefeld mit Abstand am höchsten
Mehr Arbeitslose in OWL

Bielefeld (WB/in) -

Nach der angesichts der Corona-Pandemie noch erfreulichen Entwicklung seit August 2020 ist die Zahl der Arbeitslosen in Ostwestfalen-Lippe im Dezember erstmalig wieder gestiegen.Ihre Zahl erhöhte sich im Vergleich zum November 2020 um 0,3 Prozent auf 65.979 Personen.

Dienstag, 05.01.2021, 15:24 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 15:27 Uhr
Symbolbild Foto: Uwe Anspach/dpa

Das sind unterm Strich genau 173 Arbeitslose mehr. Vor einem Jahr, im Dezember 2019, waren noch 13,6 Prozent oder 7894 Menschen weniger ohne Arbeitsplatz. Damit gibt es im Jahresvergleich einen sehr deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit in Ostwestfalen-Lippe.

Die niedrigste Arbeitslosenquote in OWL meldet weiterhin der Kreis Höxter mit 4,0 Prozent – 0,4 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Danach folgen die Kreise Gütersloh mit 4,4 (Dezember 2019: 3,9), Minden-Lübbecke mit 5,5 (4,7), Paderborn mit 5,6 (4,9) und Herford mit 5,7 (5,1) Prozent. Im Arbeitsamtsbezirk Lippe liegt die Quote jetzt wieder über sechs Prozent – nach 5,7 im Vorjahresmonat jetzt 6,1 Prozent. Ausreißer nach oben ist eindeutig die Stadt Bielefeld. Hier waren im Dezember 2020 jetzt 8,4 Prozent ohne Arbeitsplatz; vor einem Jahr betrug die Quote 7,3 Prozent,

Die Zahl der offenen Stellen, die von den Jobcentern und Arbeitsagenturen in Ostwestfalen-Lippe angeboten werden konnten, lag im Dezember auf einem geringen Niveau. Sie war mit 18.106 um 363 niedriger als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der von den Arbeitgebern in der Region gemeldeten neuen Stellen im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat aber um 334 Stellen.

Im Gegensatz zu Ostwestfalen-Lippe ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen in NRW weiter leicht gesunken. Zum Stichtag waren 734.384 Menschen arbeitslos gemeldet, 3736 Personen weniger als einen Monat zuvor. Trotz der positiven Entwicklung blieben die Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie weiter deutlich spürbar. Im Dezember lag die Zahl der Arbeitslosen um 110.025 Menschen oder 17,6 Prozent über dem Vorjahr. Da der Stichtag vor dem Beginn des harten Lockdowns lag, bilden die Zahlen mögliche Folgen der neuerlichen Eindämmungsmaßnahmen ab dem 16. Dezember noch nicht ab. Wichtig für den Arbeitsmarkt sei es, dass 2021 die Pandemie wenig Einfluss auf die Frühjahresbelebung nehme, sagte Torsten Withake, Leiter der Bundesagentur für Arbeit in NRW.

„Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen ist in NRW trotz des zunächst weichen Lockdowns im November und Anfang Dezember weiter leicht gesunken. Die Quote ging von 8,2 auf 7,9 Prozent zurück. „Das ist eine positive Nachricht, die Beachtung verdient und über die ich mich sehr freue“, sagte Torsten Withake, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. „Die Arbeitslosigkeit ist zwar nur geringfügig zurückgegangen, doch ist das andererseits auch erst das fünfte Mal seit 1980, dass im Dezember die Zahl arbeitslos gemeldeter Menschen sinkt. Das lässt vermuten, dass ohne den erneuten starken Anstieg der Infektionszahlen die Arbeitslosigkeit noch kräftiger hätte sinken können. Dies zeigt, wie widerstandsfähig unsere Wirtschaft ist und gibt gute Hoffnung für die Zeit nach den Eindämmungsmaßnahmen.“

Bundesweit stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum November um 8000 auf 2,707 Millionen – das ist ein deutlich geringerer Anstieg als 2019, als die Arbeitslosigkeit von November auf Dezember noch um 46.000 geklettert war. Die Arbeitslosenquote blieb im Dezember im gesamten Bundesgebiet unverändert bei 5,9 Prozent.

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